Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Pressemitteilung Nr. 98/2011

Veröffentlicht am 10.11.2011

Thema: Gleichstellung

Kristina Schröder: „Ein Meilenstein bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen“

Bundestag berät Gesetz für Frauenhilfetelefon

Der Bundestag berät heute (Donnerstag) in 1. Lesung den von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, vorgelegten Gesetzentwurf zur Einrichtung des Frauenhilfetelefons.

„Das Hilfetelefon ist ein Meilenstein bei der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen“ erklärt Bundesfamilienministerin Schröder. „Zukünftig haben Frauen, die von Gewalt betroffen sind, bundesweit zum ersten Mal in Deutschland die Möglichkeit, sich rund um die Uhr und mehrsprachig beraten zu lassen. Damit schaffen wir ein niedrigschwelliges und kostenloses Hilfeangebot, das jederzeit und ortsunabhängig zu erreichen ist. Das ist ein klares Signal: Wir lassen Frauen, die beschimpft, bedroht oder geschlagen werden, nicht allein!“

In Deutschland gibt es ein dichtes Netz von Frauenhäusern und Beratungsstellen.

Dennoch erreichen diese Angebote viele von Gewalt betroffene Frauen nicht. Was bislang fehlt, ist ein Hilfeangebot, das noch einfacher zugänglich und dazu rund um die Uhr, anonym und örtlich unabhängig zu erreichen ist. Das Hilfetelefon wird diese Lücke schließen, indem es kompetente Erstberatung anbietet und die Betroffenen zur weiteren Unterstützung und Betreuung auf Unterstützungseinrichtungen vor Ort hinweist.

Das Telefon soll neben den betroffenen Frauen selbst auch Menschen aus ihrem Umfeld und Personen zur Verfügung stehen, die in ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit der Beratung, Unterstützung und Intervention bei Gewalt gegen Frauen beschäftigt sind. Das Hilfetelefon wird auf der Grundlage des heute im Bundestag beratenen Gesetzes aufgebaut. Die Freischaltung ist für Ende 2012 geplant.

Kommentare zu: "Bundestag berät Gesetz für Frauenhilfetelefon" (1)

  1. Michael Knuth schrieb:

    Vielleicht sollte man Frau Schröder einmal fragen, wann die Hotline für entsorgte Väter und Männern als Opfer derartiger häuslicher Gewalt als Gesetzentwurf eingebracht wird, das wäre doch ein neutraler Gegenpart:

    Duisburg

    Väter-Demos vor Jugendämtern

    VON LENA STEEG – zuletzt aktualisiert: 10.11.2011

    Duisburg (RP). Wenn Väter den Kontakt zu ihren Kindern verlieren, leiden nicht nur sie. „Ein Kind braucht beide Elternteile und sollte darauf auch ein Recht haben“, sagt Frank Engelen, der für diese Forderung nun auch auf die Straße geht. Der Vater von vier Kindern gehört seit Oktober 2010 dem „Väteraufbruch für Kinder“ an.

    Der 1989 aus einer Bürgerinitiative von Vätern in Bonn entstandene Verein gilt teils als Selbsthilfegruppe, teils als politische Interessenvertretung für die Rechte von Männern. Er vereint etwa 3000 Mitglieder in rund 90 Regionalgruppen. In Duisburg zählt der Verein derzeit 16 Mitglieder, darunter auch zwei Frauen. „Die Tendenz ist steigend“, sagt Engelen.

    Viele Kreisgruppen des Vereins halten derzeit in ganz Deutschland Mahnwachen vor Jugendämtern ab, um ihrem Ziel „Allen Kindern beide Eltern“ Ausdruck zu verleihen. „Wir stehen jeweils montags von 18 bis 19 Uhr vor dem Jugendamt an der Kuhstraße. Uns geht es darum, dass die Behörden sich künftig mehr für beide Elternteile stark machen und auch die Größe haben, sich ihre Überlastung an einigen Stellen einzugestehen. Unser Verein würde gerne als Kooperationspartner des Jugendamtes Beratungen anbieten“, sagt der vierfache Vater.

    Statt der „Obrigkeit des Amtes“ könne der Verein den Vätern auf Augenhöhe begegnen. „Betroffene können Betroffenen viel besser Tipps geben. Gerade Vätern, die vor deutschen Gerichte immer noch schlechtere Karten haben, wenn es um das Umgangs- beziehungsweise Sorgerecht geht“, ist sich Engelen sicher.

    Regelung war verfassungswidrig

    Grundsätzlich hat sich die Rechtslage für Väter in den vergangenen Jahren jedoch verbessert. Mit einem Urteil vom August 2010 hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die Regelung des Sorgerechts für unverheiratete Väter für verfassungswidrig erklärt. Familiengerichte müssen laut diesem Urteil das gemeinsame Sorgerecht anordnen, wenn das dem Kindeswohl entspricht. Auch, wenn die Eltern nicht verheiratet waren. Das ist deshalb entscheidend, weil die Zahl der Kinder, deren Eltern zum Zeitpunkt ihrer Geburt nicht verheiratet sind, steigt. Das Statistische Bundesamt teilt mit, das im Jahr 2008 bundesweit knapp 219 000 Kinder außerhalb einer Ehe geboren wurden. Das waren 32 Prozent aller geborenen Kinder.

    Die Duisburger Mitglieder von „Väteraufbruch für Kinder“ haben aus ihrer Sicht mit der ersten Mahnwache bereits ein Etappenziel erreicht, auf das Frank Engeler stolz ist: „Das Jugendamt hat sich bereit erklärt, unsere Flyer auszulegen. Das ist ein erster Schritt.“

    Infos http://www.duisburg.vaeteraufbruch.de

    http://www.rp-online.de/niederrhein-nord/duisburg/nachrichten/vaeter-demos-vor-jugendaemtern-1.2547357

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