Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

FrauenMediaTurm Köln

Schwarzers Lebensprojekt vor dem Aus

Bericht | Sandra Ernst Kaiser, 08. Februar 2012 07:00

Dem Frauen-Archiv wurden Subventionen rigoros gestrichen – Die feministische Journalistin ortet einen „Racheakt“

Das bunte Faschingstreiben in Köln wird in diesem Jahr für die Frauen im mittelalterlichen „FrauenMediaTurm“ (FMT) am Rheinufer vermutlich nicht besonders ausgelassen ausfallen. Das dort seit 1994 ansässige „Feministische Archiv und Dokumentationszentrum“ steht vor dem Aus. Landesmittel von insgesamt 210.000 Euro sollen auf 70.000 Euro gekürzt werden. Am Dienstag erfuhren die Frauen rund um Alice Schwarzer, die das Archiv seit Anfang der 1980er Jahre aufbaute, via Lokalpresse, dass nun auch die Stadt Köln den finanziellen Hahn zudrehen will. Zu den Kürzungen der Landesregierung komme hinzu, dass die Stadt die Erlassung der Pacht für den historischen Turm in der Höhe von 16.146 Euro pro Jahr sowie die Förderung des Archivs in der Höhe von 50.000 Euro nicht einlösen werde, so Alice Schwarzer gegenüber dieStandard.at…

http://diestandard.at/1328507139679/FrauenMediaTurm-Koeln-Schwarzers-Lebensprojekt-vor-dem-Aus

Informationszentrum in Schwierigkeiten

Gute Alice, schlechte Alice

Von Andreas Rossmann  

07.02.2012 ·  Das ist die Folge, wenn man Alice Schwarzer auf ihre Vergangenheit reduziert. Nordrhein-Westfalens Politikerinnen bringen den „Frauen Media Turm“ zu Fall.

 „Trotz aller Wertschätzung für die großen Verdienste von Alice Schwarzer muss die Landesregierung aufgrund der schwierigen Haushaltslage sparen“: Das war, verquer formuliert, fast schon alles, was NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) zur Kürzung der Fördermittel für den FrauenMediaTurm (FMT) in Köln verlautbaren ließ. Von „vielen wertvollen Verdiensten für die Frauenbewegung“ sprach auch die grüne „Emanzipationsministerin“ Barbara Steffens, die dabei, indem sie ihren gesamten Ansatz strich, die Vorreiterin gespielt hatte.

Verdienste, klar, die hat Alice Schwarzer. Kaum jemand dürfte das besser wissen als die rot-grüne Landesregierung in Düsseldorf, die ohne Schwarzers Engagement nicht an der Macht wäre – und die diese jetzt kleinlich spüren lässt, dass sie ihre Schuldigkeit getan hat. Schwarzer, Jahrgang 1942, könnte die Mutter von Kraft (1961) und Steffens (1962) sein. Bei Männern würde man das, was da abläuft, Vatermord nennen…

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/informationszentrum-in-schwierigkeiten-gute-alice-schlechte-alice-11641257.html

In eigener Sache:

Wollen wir nicht mal zusammenlegen und ihr nun eine Wagenladung Tempotaschentücher spenden???

Kommentare zu: "Die arme Alice Schwarzer…" (2)

  1. Da kann man der Landesregierung endlich einmal gratulieren, dass sie sich von Altlasten endlich zu trennen weiß.
    Schwarzers Machtmonopol als Cheffeministin scheint nun doch zu bröckeln, seit Kachelmann hat niemand mehr angst vor ihr.

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