Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)


UNBEHAGEN Die phallische Logik ist demoliert, es braucht neue Leitbilder. Die dürfen die Männlichkeit nicht verstecken oder kleinreden, ganz im Gegenteil

Auf dem Weg zum Punkt hatte ich kurz meine Eier verloren“, offenbarte Bastian Schweinsteiger. Er beschrieb damit seinen Gefühlszustand, als er im Champions-League-Halbfinale zum entscheidenden Elfmeter gegen Real Madrid antrat. „Aber ich habe sie rechtzeitig wiedergefunden“, erklärte er die konsequente Ausführung des Strafstoßes. Scheinbar ein typischer Machospruch, wie er im Männerfußball gepflegt wird, seitdem Extorwart Oliver Kahn nach einer Pleite „Eier, wir brauchen Eier!“ forderte. Doch Schweinsteigers Äußerung transportiert ein anderes Männlichkeitsbild als das seines ehemaligen Mitspielers. Der 27-jährige zeigt damit, wo es mit dem Mann hierzulande hingehen kann.

Wirtschaftlich übermächtig

Denn wie der Nationalkicker scheint auch der deutsche Mann auf dem Weg in die Neuzeit seine Eier verloren zu haben. Er fühlt sich als Opfer gesellschaftlicher Veränderungen. So legen es diverse publizistische Erzeugnisse nahe, die eine Art Männerbashing beklagen. „Das entehrte Geschlecht“ nennt zum Beispiel der Buchautor Ralf Bönt sein „notwendiges Manifest für den Mann“. Und Christoph Kucklick erklärt in der Zeit und im Spiegel, wie der Mann zum „verteufelten Geschlecht“ wurde. Beide haben Phänomene ausgemacht, die dem Gleichberechtigungsstreben von Frau und Mann zuwiderlaufen. Zudem beklagen sie einen beständigen Angriff auf die männliche Würde.

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http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2012%2F06%2F22%2Fa0106&cHash=a5980c0327/

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