Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

KIMISS-STUDIE 2012

Enten legen ihre Eier in aller Stille. Hühner gackern dabei wie verrückt. Was ist die Folge? Alle Welt isst Hühnereier. (Henry Ford)

An Hand diesem Beispiels erkennt man,dass nur wer sich zu Wort meldet und laut heraus sagt,was er denkt,Gehör bekommt in der Welt.

Wir Erwachsene tun es meistens mit Getöse.Und überhören dabei immer mehr,dass es auch einige Gruppen gibt,die nicht so laut krakelen.

Bei Kindern ist das so.Sie werden einfach überhört.Dabei haben sie uns eine Menge zu sagen.Leider interessieren wir uns kaum dafür.Warum eigentlich ist das so?

Warum fragen die Eltern,die sich in einem Sorgerechtsstreit befinden,nicht ernsthaft nach deren Meinung?

Kinder werden als Spielball der Behörden benutzt.Als Druckmittel gegen den Ex-Partner:“Wenn du nicht…,dann siehst du dein(e) Kind(er) nicht mehr…“ usw.

Sie müssen sich dem beugen,was ihnen vorgeschrieben wird.So werden sie immer mehr an den Rand gedrückt.Sie werden dem anderem Elternteil entfernt-aus nicht nachvollziehbaren Gründen.

Die Folgen sehen wir jetzt noch nicht so ganz-aber wir müssen nur geduldig warten-sie machen sich später bemerkbar.Die Therapeuten freuen sich schon jetzt…

PAS-Parental Alination Syndrom nennt sich das ganze dann.

Eltern-Kind-Entfremdungs-Syndrom.

Nun gibt es seit ein paar Tagen eine Studie von der Uni Tübingen.“KIMISS-STUDIE 2012“ genannt.Dort wurden Kinder und ihre Eltern befragt nach ihren Familiären Situationen und ihre Erfahrungen mit den Behörden.

Ein Auszug daraus:

<Mittels der KiMiss-Studie 2012 wurden Daten zur Lebenssituation von Tren-nungs- und Scheidungskindern in Deutschland aus der Sicht von Elternteilen erhoben, die getrennt von ihren Kindern leben und weniger Kontakt zu diesen haben, als sie sich wünschen. Im Befragungszeitraum 08.01.2012 bis 07.05.2012 wurden Fragebögen für 1426 Kinder ausgefüllt. Die Studie widmet sich insbesondere der Untersuchung von Strategien, die eine Entfremdung des Kindes vom anderen Elternteil zur Folge haben.

In 80% der Fälle geben Elternteile an, dass ihnen jede Form einer fairen und gleichberechtigten Verteilung der Elternrollen verweigert werde. Vorenthal-tung relevanter Informationen über das Kind, Unterbindung des Kontakts zum Kind und Behinderung von Umgangsregelungen treten in über 70% der Fälle auf. Viele dieser Probleme lassen sich auf eine monopolisierte Sorgerechtsre-gelung zurückführen, wenn einer der Elternteile darüber verfügen kann, ob und in welchem Umfang der andere Elternteil sich um ein gemeinsames Kind kümmern oder Kontakt zu ihm pflegen kann.

75% der Befragten sehen ihr Kind in der geschilderten Trennungs- oder Schei-dungssituation einer Form von Kindesmissbrauch oder -misshandlung durch den anderen Elternteil ausgesetzt, 49% verwenden diese Begriffe auch in ihrer direkten Form. Etwa 20% der Befragten geben an, dass das Kind infolge der Trennungs- und Scheidungssituation vollständig von ihnen entfremdet sei, oder keinen Kontakt mehr mit ihnen habe oder wolle.

Unter den als ‚kritisch‘ geführten Faktoren wird in fast jedem zweiten Fall ge-nannt, dass der andere Elternteil als Kind in einem Zuhause aufgewachsen sei, in dem er körperlich und/oder emotional missbraucht worden sei. Die Verer-bung elterlichen Missbrauchsverhaltens muss sich demnach nicht auf sexuel-len Missbrauch beschränken, sondern könnte in vergleichbarer Weise auch auf andere psychologische oder emotionale Missbrauchsformen zutreffen.

Die Ergebnisse deuten auf systematische Probleme im familiengerichtlichen Bereich hin. Täuschung von Gerichten, Falschbeschuldigungen und Beeinflus-sung von Verfahren und Verfahrensbeteiligten werden in fast jedem zweiten Fall genannt. Eine Kommerzialisierung des familienrechtlichen Systems durch Rechtsanwälte und Sachverständige wird kritisiert. Betroffene berichten von Willkür und Inkompetenz von Behörden, oder dass sie psychisch oder finanzi-ell zerstört und um einen der wichtigsten Bestandteile ihres Lebens beraubt worden seien.

Die Studienergebnisse verlangen, die Begriffe Kindeswohl, Kindeswohlgefähr-dung, Kindesmissbrauch und Kindesmisshandlung zu definieren. Insbesondere erscheint die Klärung der Frage notwendig, in welchem Ausmaß die beste-hende Rechtslage oder Rechtspraxis einen Sorgerechtsmissbrauch erlaubt, der im Grunde einem Missbrauch oder einer Misshandlung des anderen Eltern-teils gleichkommt und in seiner Relevanz für das Kind und dessen psychosozia-le Entwicklung beurteilt werden müsste. >

Wer Interesse hat,sollte sich das ganze durchlesen:

KiMissDatenbericht2012

Hier noch ein guter Link:

Gewalt gegen Kinder und Jugendliche
Erkennen und Handeln
Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte

http://www.stmas.bayern.de/jugend/kinderschutz/leitfaden//

aerzteleitfaden_interaktiv

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: