Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Ева Херман немецкая тележурналистка

Eva Herman
Foto: EPA

Warum gewähren Sie STIMME RUSSLANDS ein Interview?

Ich mag Ihr Land. Gerade was die Familienpolitik angeht, interessiert mich Russland auch sehr. So ist mir bekannt, dass Familien nicht nur mit Geld gefördert werden, sondern auch mit Sachwerten wie Autos, wenn mehrere Kinder geboren werden. Es gehört bei Ihnen zum Regierungsprogramm, Familien ein Fundament zu geben, damit sie Kinder bekommen und mit den Kindern vor allem die erste wichtige Zeit gemeinsam verbringen können. Doch ausgerechnet Russland wird in Deutschland häufig verurteilt. Das ist schlechte Propaganda. Dabei könnte sich hier jeder im Internet selbst ein Bild machen, russische Medien lesen wie die Stimme Russlands oder Ria Novosti.

In den russischen Medien entdeckt man viel häufiger den Begriff Heimatliebe. Es freut mich sehr, dass Präsident Putin die Heimatliebe bewusst fördert. Das ist gut für Land und Leute. Wenn jemand in Deutschland den Begriff Heimatliebe benutzt, wird er nicht selten sofort mit einem Nazivorwurf bedacht. Dabei braucht jeder Mensch unbedingt das Recht auf seine Heimat, wo er seine Wurzeln hat. Man sollte stolz auf seine Heimat sein dürfen. In Deutschland ist man dann jedoch gefährdet. In Russland ist es das Gegenteil. Ich will nicht sagen, dass in Russland alles in Ordnung ist, natürlich gibt es da auch Probleme. Aber wenn es um das Wohl der Menschen, vor allem um ihre geistige Gesundheit geht, erscheinen mir die Programme dort viel sinnvoller als hier, im ehemaligen Land der Dichter und Denker, wo alles nur zu funktionieren hat, und wo es schon lange nicht mehr um den Geist geht. Wir werden vor allem vom Materialismus regiert.

Wie haben Sie es fertig gebracht, dass Sie nicht mehr für das deutsche Fernsehen arbeiten?

Fast 20 Jahre arbeitete ich für das Erste Deutsche Fernsehen, für die Hauptnachrichtensendung Tagesschau. Viele Jahre lang war ich der Meinung gewesen, alles richtig zu machen, wenn ich abends um acht Uhr den Menschen die „besten, objektivsten Informationen“ vorlas. Doch dann gab es irgendwann einen Tag, an dem ich stutzig wurde und diese »Wahrheiten« zu hinterfragen begann. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das wohl ziemlich lang gedauert hat. Die Überzeugung des Richtigen war einfach so groß, weil es schließlich die wichtigste Sendung im Lande war. Und so begann ich die Informationen zu überprüfen und stellte plötzlich fest, dass es durchaus immer eine andere Seite der Medaille gibt. Und während wir hier in Deutschland nach wie vor melden, dass es keine Presse-und Meinungsfreiheit in China, in Russland, in der Ukraine oder in südamerikanischen sozialistischen Ländern gibt, stelle ich zunehmend fest, dass man hierzulande selbst nur selten offen und neutral berichten will. Die politisch korrekte Strömung muss eingehalten werden. Ich lief, zunächst bei den gesellschaftspolitischen Fragen, vor die Wand. Später wurde ich vom Sender entlassen, ich war „zu auffällig“ geworden.

Welches Ereignis brachte Sie noch zum Umdenken?

Ich wurde Mutter. Und stellte fest, dass gewisse Fakten zur Familienpolitik in der Öffentlichkeit völlig anders dargestellt wurden, als sie mit meinen und den Erfahrungen anderer Frauen in Wirklichkeit übereinstimmten. Beispiele: Mein Kind war zur Welt gekommen und ich wollte eigentlich zu Hause bleiben, obwohl ich eine sogenannte Karrierefrau war. Die Presse war begeistert, dass eine Karrierefrau aus der ersten Reihe ein Kind bekam und es wegorganisieren konnte, um schnell wieder zu arbeiten. In den Interviews wurde ich gefragt: Wie schafft man es, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen? Das ist bei uns ja ein ganz wichtiges Thema. Doch klar ist: Eins muss immer darunter leiden, die Karriere oder das Kind. Ich hatte keinen sehnlicheren Wunsch, als bei dem Kind zu bleiben. Ich versuchte, in den Interviews bei der Wahrheit zu bleiben, doch wenn ich sie äußerte, wurde ich verspottet, belächelt. «Sie hat irgendwelche träumerischen Mutterwünsche», sagten die Medien. Bald schrieb ich ein Buch über die Notwendigkeit des Stillens. In den Hauptmedien erntete ich dafür Spott, Kollegen sahen mich schief an. Wer hier sein Kind länger als sechs Monate stillt, muss sich Vorwürfe anhören, das Kind zu verzärteln und zu verderben. Dabei empfiehlt selbst die WHO eine Stillzeit von zwei Jahren. Es ist festzustellen, dass die öffentliche Medienmeinung total von der natürlichen Empfindung einer Mutter abweicht.

Ева Херман немецкая тележурналистка

Eva Herman
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Exklusivinterview mit Eva Herman. TEIL 1

Was haben die Medien über Sie geschrieben?

Als ich das Stillbuch 2003 veröffentlichte, schrieben große Tageszeitungen, jetzt sei ich völlig durchgedreht. Es wurde dargestellt, als sei ich in die Steinzeit zurückgefallen. Wenn ich meinen prominenten Karrierestatus bei den Medien behalten wollte, musste ich sofort aufhören, über mütterliche Empfindungen zu sprechen und über Bedürfnisse von Kleinkindern, ansonsten lief ich Gefahr, lächerlich gemacht zu werden. Doch das konnte ich nicht mehr, denn nach Recherchen auf Bindungskongressen und zahlreichen Interviews mit Wissenschaftlern wusste ich schon zu viel über das so gewichtige Thema.

Ist es seit der Wende ist es verboten, in Deutschland seine Kinder zu Hause zu behalten?

Noch nicht ganz, aber wir sind auf dem direkten Weg zu einem solchen Verbot. Es werden seit Jahren alle Weichen gestellt. Vor der Wende haben die „Westler“ noch mitleidig nach Ostdeutschland rüber gerufen: «Eure armen Babys werden von Margot Honecker in die Kitas gesteckt und fremdbetreut. Das ist schädlich für Leben und Seele»! Damals ermöglichten wir in Westdeutschland, den Eltern mit ihren Babys gemeinsame Zeit vor allem in den ersten drei Jahren, weil diese Entwicklung den Rest des Lebens prägt. Sogar führende Politiker der Grünen, der Linken, der Roten, hoben damals die natürliche Bindungsnotwendigkeit hervor. Heute sind sie alle zu begeisterten Krippenbefürwortern geworden, obwohl sie damals genau das Gegenteil sagten. Merkwürdig, oder? Heute findet sogar die christliche CDU, dass Kleinkinder in die Kita gehören. Was ist da passiert? Welcher geheimnisvolle Geist ist über unsere Politiker gekommen? Ich frage mich!

Was wollen eigentlich Mütter?

Allen seriösen Umfragen zufolge wollen die meisten Mütter in den ersten Jahren bei ihren Kindern bleiben, wenn sie es sich finanziell leisten könnten. Unsere Gesetze werden seit vielen Jahren dahingehend verändert, dass sich das jedoch kaum jemand leisten kann. Ein Vater, der seine Familie alleine versorgen muss, schafft das nicht mehr. Abgaben und Steuern für Familien sind riesig hoch, während die Vergünstigungen für kinderlose Paare und Singles zunehmen. Es wird immer schwieriger. Die Mütter müssen also auch Geld verdienen. Das Ganze wird verkauft unter den Begriffen Emanzipation und Selbstverwirklichung. Ein großer Teil der berufstätigen Mütter jedoch leidet inzwischen unter Depressionen und Burnout, sie brechen zusammen, sie schaffen dieses Programm einfach nicht.

Ist das ein Programm?

Es handelt sich um ein fast weltweites politisches Programm, das offenbar irgendwann so beschlossen wurde. Wir sind in Deutschland ja nicht die Einzigen, die von diesem gefährlichen Unsinn betroffen sind. Nahezu alle europäischen Länder setzen es um. In Skandinavien wie Schweden, Norwegen, Dänemark, wo die Krippenpolitik schon in den siebziger Jahren begann, fällt die Gesellschaft inzwischen auseinander. Kälte und Bindungslosigkeit haben die Menschen nun für Gegenprogramme alarmiert, um zu retten, was noch zu retten ist. In Frankreich erleben wir derzeit Mütterrevolutionen von Akademikerinnen, die den Quatsch nicht mehr mitmachen wollen. Auch in den USA gibt es massive Gegenströmungen. Trotzdem wollen die Politiker hierzulande nicht zuhören. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder sie dürfen oder sie können nichts anders. Bei Talkshowbesuchen musste ich immer wieder feststellen, dass einige Politiker anscheinend wirklich überzeugt von der Sache sind, dass sie also glauben, richtig zu entscheiden. «Wenn du vor Dummheit stehst, musst du aufstehen und gehen!», sagte mir meine Mutter. Es ist der Grund, warum ich nicht mehr in deutsche Talkshows gehe. Es führt zu nichts.

Trotzdem braucht Deutschland Kinder. Wie sieht die Problematik der Demografie aus?

Gewaltig. Wir werden aus sterben, aber das scheint hier niemanden weiter zu stören. Als ich vor einigen Monaten eine TV-Talkshow in Österreich besuchte, lautete das Thema „Politische Korrektheit“. Es saßen hochgebildete intellektuelle Gutmenschen und Kulturexperten in der Runde und eine Frau, aus Afrika stammend. Die Rede kam auf die demografische Misere im deutschsprachigen Raum und ich gab meinem tiefen Bedauern Ausdruck, dass unser Land mittel- und langfristig aussterben wird, da kein politisches Programm dieser fatalen Entwicklung etwas entgegensetzt. Die Dame aus Afrika entgegnete darauf, das mache doch nichts, denn schließlich seien sie, ihre Kinder und ihre Landsleute ja jetzt alle da. Und sie würden immer mehr, im Gegensatz zu uns. Ein alternativer Linker, der ihr zur Seite sprang, warf mir in diesem Zuge verärgert vor, die Migranten zu diskriminieren, wenn ich ihnen nicht einmal zutraute, dass sie unser Land ja dann übernehmen und weiterführen könnten. Diese Äußerung machte mich sprachlos. Erst als die Sendung vorüber war, wurden mir die Ausmaße dieser Aussage bewusst: Die Diskriminierung dieses linken Intellektuellen gegenüber seinen eigenen deutschsprachigen Landsleuten war so derartig dreist, dass mir wohl vor Schreck die Luft weggeblieben war. Denn aus dessen Sicht scheint es demnach ja keinen großen Geist zu stören, wenn wir hier alle aussterben. Niemand in der Gesprächsrunde hatte diesen Aussagen übrigens etwa noch Aufmerksamkeit geschenkt, die Worte dieses Mannes verliefen wie die Milch im Kaffee. Wir scheinen uns hier wohl tatsächlich bereits damit abgefunden zu haben, den Löffel bald abzugeben.

Ева Херман немецкая тележурналистка

© Foto: ru.wikipedia.org

Hat der Feminismus Deutschland ruiniert?

Der Feminismus hat in erster Linie uns Frauen kaputtgemacht. Und damit auch die übrige Gesellschaft. Wir Frauen sollen heute ja immer noch mehr einfordern! Wir sollen sein wie die Männer! Wir sollen zeigen, dass wir alles besser können, dass Frauen gescheiter, geschickter sind als Männer. Das ist Feminismus: Kampf, Kampf, Kampf! Es liegt auf der Hand, dass dieses Programm nicht gutgehen kann, denn der Mensch ist grundsätzlich auf Frieden und Harmonie ausgerichtet, sonst kann er langfristig nicht überleben. Und wir Frauen sind natürlich überhaupt nicht wie die Männer. Unsere weiblichen Fähigkeiten, wozu Empathie, Intuition, liebevolle Verantwortung, Rücksichtnahme und vieles mehr gehören, und die für unsere Kinder, für die alten Menschen und natürlich auch für die Männer gleichermaßen wichtig sind, werden mit dem Feminismus zunehmend verdrängt. Ein bekannter Bindungsforscher bezeichnete diese Form der Politik als »lesbokratischen Stalinismus«. Unter dem Strich leidet die gesamte Gesellschaft unter diesem Konzept: Frauen führen tägliche Kampfgefechte gegen die Männer, diese werden immer stiller und ziehen sich zurück, die Kinder ertragen diese unnatürlichen Politikprogramme, die mit Liebe und Nestwärme nichts zu tun haben, ohne sich wehren zu können. Dass wir zunehmende Probleme in Kindergärten und Schulen haben, weil sich die Kinder nicht mehr anpassen wollen und können, wen verwundert es schon? Deswegen: Ja, der Feminismus und alle anderen unterstützenden Parteiprogramme ruinieren unser Land.

Wie krank ist Deutschland? Und welche Ursachen sind für die Destabilisierung Ihres Landes verantwortlich?

Der Verlauf unserer Geschichte spielt natürlich eine entscheidende Rolle. Jeder weiß, wenn ein Patient krank ist – und Deutschland ist ein schwerkranker Patient – dann kann er doch nur genesen, wenn nicht die Schmerzen mit Medikamenten behandelt werden, sondern wenn die Ursache herausgefunden und kuriert wird. In Deutschland weigert man sich aber, über die Ursachen zu sprechen.

Sie haben viel Ärger bekommen, als Sie Tacheles redeten.

Das stimmt. Es war wohl zu gefährlich für die Pläne der Politiker, wenn ich weiter öffentlich über die lebensnotwendige Mutter-Kind-Bindung sprach. So unterstellte man ausgerechnet mir eine Sympathie zu Hitlers Familienpolitik. Doch genau Hitler war es ja, der die Trennung von Mutter und Kind in seiner Familienpolitik begründete. Dieses „Liebesvernichtungsprogramm“ beschrieb ich immer wieder in meinen Büchern, die die Journalisten jedoch offenbar niemals gelesen hatten. Wer in Deutschland einmal als Nazi bezeichnet wird, der kann einpacken. Ich verlor meinen Job, bis heute führe ich Gerichtsprozesse. Im Gericht fragte die Vorsitzende Richterin übrigens einmal einen der Medienfunktionäre, welchen Fehler ich eigentlich wirklich begangen hätte. Der Mann antwortete: »Ja, wieso hat sie denn überhaupt über das Dritte Reich gesprochen? Jeder, der bei den Medien arbeitet, weiß doch, dass man darüber nicht öffentlich sprechen darf«. Tja, das ist unsere bittere Wahrheit. Wie wollen wir diesen Patienten also je wieder gesund kriegen?

Ist die NPD eine Art Fabrik, initiiert von der Politik, um die Patrioten anzusammeln?

Viele Konstruktionen werden weltweit geschaffen, damit Menschen mit einer bestimmten politischen Ausrichtung gesammelt werden können in irgendwelchen Organisationsbecken, die letztlich jedoch nichts bewirken. Sie werden niemals etwas bewirken. Nehmen Sie als Beispiele Occupy Wallstreet, Amnesty International, Wikileaks… Diese Vereine laufen ins Leere oder werden irgendwann gegen die Wand gefahren. Sie werden ins Leben gerufen unter dem Vorwand, dass Gegenströmungen in unserer ja so weltoffenen Gesellschaft selbstverständlich zugelassen werden! Gutwollende Bürger protestieren und demonstrieren hier, sie ahnen nicht, dass es niemals eine Zielerreichung geben wird. So könnte es vielleicht auch mit der NPD sein. Jahrelang wird hier über ein Verbot diskutiert. Und?

Was ist das Problem in Deutschland?

Das Problem in Deutschland ist unter anderem, dass wir so gut wie keine Partei haben, die konservative Werte vertritt. Alles, was politisch auch nur einen Millimeter rechts von ganz links ist, wird schon als ultrarechts bezeichnet. Man läuft bei den natürlichsten Dingen schon Gefahr, als Nazi bezeichnet zu werden, nehmen wir die Familienpolitik, die Heimatliebe oder Volkslieder. Stattdessen werden in den europäischen Ländern, auch in Amerika, derzeit die normalsten Begriffe wie Mutter und Vater abgeschafft. In den USA gibt es diese Begriffe in der Behördensprache nicht mehr, dort heißt es jetzt »Parent 1« und »Parent 2«. Im Europaparlament wurde der Vorschlag eingebracht, die Begriffe Elter1 und Elter2 einzuführen. Schuld daran ist das weltweit eingeführte politische Programm Gender Mainstreaming, mit welchem die geschlechtsspezifischen Eigenschaften von Mann und Frau abgeschafft werden sollen. CDU/ CSU machen nichts, um diese vernichtende Entwicklung zu verhindern!

Seit wann sehen Sie diese Entwicklung bei den Christdemokraten?

Seit Beginn dieses Jahrtausends etwa, seit Angela Merkel Vorsitzende der CDU ist, wird das auch für politisch nicht sonderlich Interessierte ziemlich deutlich. Der ehemalige SPD-Bundeskanzler Gerhard Schröder war Vorreiter dieser Politik, wo die Trennung der Mutter vom Säugling, Emanzipation, Feminismus, massiv ausgeweitet wurden. Die Linken und Grünen sind ohnehin begeisterte Befürworter dieses grässlichen Programms.

Ева Херман немецкая тележурналистка

© Foto: en.wikipedia.org/Michael Panse/cc-by

Welche Rolle haben die Medien hier?

Sie unterstützen die Politik. Gender Mainstreaming, also die Auflösung der Geschlechter, wird seit Jahren Schritt für Schritt umgesetzt, auch in den Medien. Alles wird positiv beschrieben, Kritik ist nicht zugelassen. Doch kaum jemand der Journalisten oder Politiker beschreibt das Ziel: Dass die Gesellschaft lernen soll, dass der Mensch bei seiner Geburt geschlechtsneutral ist. Der helle Wahnsinn! Und dass jeder Mensch jederzeit und immer wieder sein Geschlecht ändern können soll: Männlich, weiblich, bisexuell, homosexuell, transsexuell usw. Schon in Kindergärten gibt es Gender-Programme gegen die »stereotypische Einteilung in Jungen und Mädchen«, wo die kleinen Mädchen Hosen tragen und mit Autos und Pistolen spielen sollen, während die Jungs Prinzessinnenkleider anhaben und mit Kosmetikkörben spielen. In Schulen gibt es Gender-Unterricht, in Unis und Hochschulen ebenso. Die Bevölkerung merkt immer noch nichts von diesem größten Umerziehungsprogramm der Menschheitsgeschichte, durch Manipulation und Propaganda werden die Programme weitgehend unauffällig eingeführt und umgesetzt. Begriffe wie Gleichstellung und Frauenquote resultieren daraus. Wenn man immer wiederholt, wie wichtig das sein soll, glaubt es am Ende auch der letzte Bürger. Früher gab es zum Beispiel den Begriff »frühkindliche Bindung«, also die notwendige Bindung zwischen Mutter (oder Vater) und Kind. Dieser Begriff wurde durch propagandistische Veränderung eines einzigen Buchstabens zur »frühkindlichen Bildung« umfunktioniert, womit die Krippen gemeint sind, in denen sich Fachkräfte um unsere Kinder kümmern, weil die Mütter angeblich nicht dazu in der Lage sind. Eine Frechheit! Die Fremdbetreuung von Säuglingen wurde in den neunziger Jahren von Renate Schmidt, SPD-Familienministerin, eingeführt. Doch als Ursula von der Leyen (CDU) 2005 Familienministerin wurde, hat sie dieses Familien-Zersetzungsprogramm von der SPD eins zu eins übernommen.

Sie reden von hellem Wahnsinn. In welcher Zeit befinden wir uns?

Wir befinden uns offensichtlich in jenem Zyklus, der in der Bibel als das Jüngste Gericht bezeichnet wird. Paulus schrieb über diese Zeit: »Und Gott wird eine große Blindheit über die Menschheit kommen lassen und sie werden alle Lügen des Satans glauben«. Es ist klar, dass der Teufel sich über die generalstabsmäßige Mutter-Kind-Trennung die Hände reiben wird. Die fatalen gesellschaftlichen Folgen von Bindungslosigkeit, fehlender Verantwortung und Rücksichtnahme, von Gefühlskälte und Interessenlosigkeit liegen bereits mehr als deutlich auf der Hand.

Eine Verschwörungstheorie?

Verschwörungstheorie? Was wird heute nicht alles als Verschwörungstheorie bezeichnet. Schon wenn die Menschen gewisse politische Aussagen kritisch prüfen, wie zum Beispiel die derzeitige Euro-Vernichtungspolitik, die hier als Euro-Rettungspolitik bezeichnet wird, gelten sie schon als Verschwörungstheoretiker. Doch es steht im Alten Testament, Jesaja 8, unter anderem über diese sogenannte Endzeit geschrieben: »Ihr sollt nicht alles Verschwörung nennen, was dieses Volk Verschwörung nennt; und fürchtet nicht ihre Furcht und erschrecket nicht davor«.

Man braucht heute Mut und viel Kraft, um bei seiner Meinung zu bleiben. Der Begriff Verschwörungstheorie ist mittlerweile genau solch ein K.O-Instrument wie auch die Nazi Keule geworden. Menschen kann man bei uns schnell diskreditieren, wenn man sie als Nazi, als Vergewaltiger oder als Verschwörungstheoretiker abstempelt.

Schauen Sie sich heute die Nachrichten an?

Wir haben alle Tageszeitungen abbestellt und hören nur noch zufällig im Radio Nachrichten, schauen manchmal im Fernsehen, wenn es um relevante brisante Themen geht, wie die Mainstream-Medien das jetzt wohl darstellen? Die meisten Informationen hole ich mir aus dem Internet. Dort gibt es immer mehr unabhängige internationale Portale, einige mutige Journalisten im In- und Ausland kenne ich persönlich. Und immer mehr Menschen werden wach. Die großen Zeitungen verlieren hier dramatisch an Auflage, gerade wurden wieder mehrere bekannte Traditionszeitungen eingestellt. Und das Thema ist noch nicht zu Ende, es wird schon in absehbarer Zeit eine drastische Situation für alle Zeitungsverlage erwartet.

Schreiben Sie an einem neuen Buch?

Derzeit arbeite ich an keinem Buch, halte auch keine Vorträge und verfasse keine Artikel. Ich bin gemütlich zu Hause und kümmere mich um meine Familie. Jetzt beginnt die Weihnachtsbäckerei, es gibt im Heim viel zu tun, alles wird geschmückt. Die Tage sind so kurz geworden. Viele Tiere sind im Winterschlaf, auch ich trete ein wenig kürzer. Im neuen Jahr wird dann sortiert, was alles ansteht.

Gibt es Pressefreiheit in Deutschland?

An dieser Stelle möchte ich gerne auf den Politik-und Wirtschaftsjournalisten Harald Schumann verweisen, derzeit beim Berliner Tagesspiegel tätig. Seinen Worten ist im Prinzip nichts hinzuzufügen. Der Journalist übte im November 2010 in einem Interview scharfe Kritik an der viel gepriesenen Pressefreiheit deutscher Medien. Der Autor betonte, wenn Journalisten heutzutage einen Bericht hervorragend recherchiert und geschrieben hätten, sei es noch lange nicht so, dass das dann automatisch auch so im Blatt erscheine. Vielmehr würden die Berichte sehr häufig zurechtgebogen, wenn der Inhalt den jeweiligen Gesinnungen, Absichten und Interessen ihrer Vorgesetzten nicht entspreche. Der langjährige Spiegelredakteur betonte, die Kollegen dürften sehr häufig nicht die Wahrheit schreiben. Das habe er selbst viele Jahre am eigenen Leibe beim Spiegel erlebt und wisse es auch aus anderen Redaktionen. Die Wahrheit werde oft verbogen, weil Chefs und Verleger ihre eigene Weltsicht widergespiegelt sehen wollen. Er vermisse die innere Pressefreiheit, so der Wirtschaftsjournalist.

Wer sich vorzustellen versucht, was das im Einzelnen bedeutet, der ahnt, wie viel in der öffentlichen Berichterstattung im Argen liegen muss. Und der versteht auch, warum das Vertrauen der Bürger in die Medien ebenso dramatisch gesunken ist wie in die Glaubwürdigkeit der regierenden Politikerelite.

Kommt es zu einem Knall?

Wenn Sie einen Druckkessel haben, und wenn Sie den Deckel immer kräftiger auf den Kessel pressen müssen, weil der Druck immer stärker wird, so sammelt sich darunter viel Energie an, so dass der Deckel eines Tages doch wegfliegt. Ich will nicht das Wort Revolution in den Mund nehmen, dazu sind hierzulande viele Menschen noch viel zu satt und zufrieden. Aber unter diesem Deckel werden derzeit eine Menge von gewaltigen Problemen krampfhaft zurückgehalten. Ob es die familienpolitischen Maßnahmen sind, ob es die Europolitik betrifft, mit der zunehmend mehr Menschen nicht einverstanden sind, ob es die sogenannte Integrationspolitik anbelangt oder unsere neue Energiepolitik, die uns Bürger jetzt teuer zu stehen kommt, oder ob es um die fehlenden Werte geht, die schlicht nicht mehr vermittelt werden: So wie die Weichen gestellt sind, kommt der große Knall. Oder es kann uns nur noch ein Wunder retten.

Kann nur Gott uns noch retten?

Es ist bei uns aus der Mode gekommen, über Gott zu sprechen. Ehemalige Kollegen haben mir neulich gesagt, dass ich wieder in die Medien zurückkehren könnte, wenn ich nicht immer öffentlich über unseren Schöpfer sprechen würde. So weit ist es offenbar leider gekommen. Es fehlt uns Menschen die Verbindung nach oben. Und damit fehlt uns vor allem die Liebe. Ich meine die Nächstenliebe und nicht die Liebe alleine in dieser inzwischen völlig überzogenen körperlichen Form. In unserem ehemaligen Land der Dichter und Denker finden wir heute kaum noch Kunst, die durch Höheres, durch Spiritualität beeinflusst wird. Russische Künstler, wie zum Beispiel der Maler Wladimir Wladimirov aus Sibirien, den ich sehr schätze, bewahren noch diese geistige Lebendigkeit, die mit den Schöpfungsgesetzen in Verbindung steht. Es heißt in einigen Prophezeiungen, dass es Russland als erstes sein wird, welches in der Gesamtheit als Volk nach dem Jüngsten Gericht den Schöpfer als seinen höchsten »Chef« erkennen wird. Die ersten Schritte dazu werden offenbar bereits getan, wie anfangs in diesem Interview angesprochen: Geist und Seele der Menschen werden genährt. Ich bin überzeugt davon, dass wir vor einem enormen geistigen Wandel auf der Welt stehen.

Olivier Renault

http://german.ruvr.ru/2012_11_26/Exklusivinterview-mit-Eva-Herman-Zwischen-Zensur-Feminismus-Steinzeit-Putin-und-Gott-TEIL-1/

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