Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Privilegierte Frauen

Schluss mit dem Quotengejammere!

Von Konstantin Sakkas

20. November 2012

Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau

In den ersten drei Jahrzehnten ihres Leben hecheln Männer den Frauen halb begehrend, halb neidisch hinterher. Dann aber schlägt die Stunde des starken Geschlechts. Und das ist nur gerecht.

Eins vorweg: dass die Europäische Kommission vergangene Woche eine Frauenquote für Aufsichtsräte beschlossen hat, war richtig. Die Menschheit besteht zu 50 % aus Frauen, da sollte sie auch zu 50 % von Frauen beherrscht werden. Das ist die pure Logik. Gar nicht logisch sind allerdings die Begründungen, mit denen Politiker für eine generelle Quote werben. Die gibt es nämlich längst. Nur ganz anders, als man denkt.

So erklärte etwa Jürgen Trittin zuletzt im Bundestag: „Mädchen sind besser in der Schule, Frauen haben die besseren Abschlüsse.“ Vielleicht macht er sich mal – wie der Rest der Quotenhysteriker auch – Gedanken darüber, wieso das so ist. Frauen haben nämlich nicht bessere Noten und bessere Abschlüsse, weil sie grundsätzlich besser in Deutsch, Mathe oder Bio bzw. Jura, Medizin oder Soziologie wären – sondern schlicht und ergreifend – weil sie Frauen sind!

Frauen sind bekanntlich frühreif. Mädchen werden früher erwachsen als Jungen, Frauen finden sich eher im Leben zurecht als Männer. Das liegt in der Natur der Dinge. Ein Mann braucht zur Konstitution seiner gesellschaftlichen Identität, also seines Sozialcharakters durchschnittlich bis zum 30. Lebensjahr. In dieser Zeitspanne stehen Frauen qua natura alle Türen offen – weil sie Frauen sind. Das fängt in der Schule an: Jungs sind entweder noch nicht voll ausgereift, oder sie werden irgendwann zu Konkurrenten der Lehrer; ein Mädchen kann gescheit oder dumm sein, mit ein bisschen Geschick fängt es sich so oder so seine Sympathiepunkte mit den entsprechenden Konsequenzen im Abiturzeugnis.

Wenn ein junger Mann auf eine Party kommt, dann entweder, weil er explizit eingeladen ist, oder weil er sie selber ausrichtet. Wenn eine Frau auf eine Party kommt, dann, weil sie eine Frau ist, auch wenn sie weder den Gastgeber noch sonst irgendwen kennt. Wenn ein Mann einen Job kriegt, dann, weil er erstens sehr qualifiziert ist und zweitens seine Qualifikation so geschickt zu verschleiern weiß, dass sie nicht zu sehr auffällt; wenn eine Frau einen Job kriegt, dann, weil sie eine Frau ist. Wenn einem Praktikanten von seinem Vorgesetzten das Du angeboten wird, dann, weil er sich entweder wirklich unentbehrlich gemacht hat, oder weil sich in dem Unternehmen sowieso alle duzen. Mit einer Praktikantin dagegen wollen in der Regel ohnehin alle per Du sein. Schließlich ist sie eine Frau.

Diesen Faden kann man munter weiterspinnen. Frauen verleben die ersten drei Jahrzehnte ihres Lebens in einer bunten Seifenblase, in der es keine Schwerkraft und keine Widerstände gibt, in der ihnen die Welt zu Füßen liegt und sie faktisch alles und jeden erreichen können, wenn sie nur halbwegs gut ausschauen – was für über 90 Prozent aller Frauen gilt – und sich nicht allzusehr vor der Welt verschließen. Nicht sie müssen auf irgendwas aufmerksam sein, nein: man wird auf sie aufmerksam, einfach so, sowieso.

Eine Frau braucht noch keine 25 zu sein und kann schon auf dem Beifahrersitz sämtlicher Spitzenmodelle gesessen haben, die die Automobilindustrie zu bieten hat; ein Mann muss entweder über sehr wohlhabende Freunde verfügen oder selber von Hause aus sehr wohlhabend sein, um in diesem zarten Alter in diesen Genuss zu kommen. Wenn ein Mann einen Raum betritt, muss er sich vorher ein ganz bestimmtes Verhalten antrainiert haben, um irgendwie auf sich aufmerksam zu machen; einer Frau, die einen Raum betritt, ist Aufmerksamkeit sicher, anyway. Und schließlich: wenn ein Mann eine Partnerin, oder auch nur einfach Sex, haben will, muss er dies generalstabsmäßig planen, sich eine bestimmte Aura geben und diese Aura möglichst geschickt zum Einsatz bringen; eine Frau braucht einfach nur aus dem Haus zu gehen, irgendwohin laufen, wo viele Menschen sind, sich dort einen Typen raussuchen, der ihr halbwegs gefällt, und etwas Willigkeit signalisieren: schon gehört er ihr, ob für eine Nacht oder für die nächsten drei Jahre.

Frauen unter Dreißig leben nicht, sie spielen mit dem Leben, weil das Leben selbst sie dazu einlädt. Einerseits sind sie frühreif; andererseits hat der richtige, existenzielle Reifungsprozess bei ihnen noch gar nicht stattgefunden. Ihre Spitzenleistungen – ob bei der Abiklausur, im Beruf oder im Bett – erbringen sie quasi out of competition, außerhalb des eigentlichen Wettbewerbs.

Um die Dreißig findet dann allerdings ein interessanter Paradigmenwechsel statt. Die Männer werden auf einmal erwachsen, das heißt: sie werden vollbürtiger Teil des Wirtschaftslebens (ein Notabene an alle ach so emanzipierten, toleranten und die Rechnung splittenden Frauen: ein Mann ohne eigenes Einkommen und eigenes soziales Standing wird von der Gesellschaft nicht ernst genommen, es sei denn vielleicht, er ist katholischer Priester). Jahrelang liefen sie an der kurzen Leine, jahrelang haben sie sich um ein Stückchen Erfolg blutig abgemüht, und nun, auf einmal, o Wunder, werden diese Bemühungen belohnt. In diesem Augenblick fängt das optimistische, rosarote Weltgefühl der Frauen an zu wackeln. Auf einmal sind sie es, die nicht mehr richtig ernst genommen werden, weil die Männer, die ihnen zehn Jahre lang halb begehrend, halb neidisch hinterhergehechelt sind, nun endlich kapiert haben, wie das Spiel läuft und dass dieses Spiel ernst und gnadenlos ist.

Was jetzt kommt, ist die große Verunsicherung. Man kann sie daran gut ablesen, dass eine 35jährige Frau – gutaussehend, mit guten Abschlüssen und viel Berufserfahrung – oft bei weitem nicht so selbstsicher ist wie ihre kleine Schwester (25) oder ihre Nichte (15) – ein ziemlich putziges, aber im Grunde natürlich tieftrauriges Phänomen. Dagegen blühen Männer mit Dreißig überhaupt erst so richtig auf. Das tolle Leben der Frau ist mit Dreißig in der Regel zuende; genau dann beginnt das tolle Leben des Mannes. Endlich ein vernünftiger Job, eine anständige Wohnung, ein eigenes Auto, und diesmal kein ausgelutschter Opel Corsa mit drei, sondern ein nagelneuer 3er BMW mit sechs Zylindern und Vollausstattung.

Die Haupterfahrung der Frau von dreißig Jahren ist die, dass ihr alles in der Welt zufliegt. Die Haupterfahrung des Mannes mit Dreißig ist die, dass das Leben hart, grausam und vor allem ungerecht ist. Jetzt stellt sich urplötzlich heraus, dass die Erfahrung der Frau eine Chimäre ist, die des Mannes aber die Realität. Jetzt beginnt auch die Frau, krampfhaft nach Hilfsmitteln zu suchen, um diesen unerwarteten Fronteinbruch wieder auszubügeln. Aber nun sind es die Männer, die mit unverschämter Souveränität dafür sorgen, dass der inner circle der Macht und des Einflusses, in den sie nun endlich ein Stück weit rezipiert worden sind, abgeschlossen bleibt und sich ja niemand hineinschleicht, der in seinen jungen Jahren nicht wenigstens genauso geblutet hat wie sie. Das ist ungerecht, sicher – aber es ist nicht ungerechter als die Pole Position, die die Frauen gegenüber den Männern in den ersten drei Lebensjahrzehnten selbstverständlich und unhinterfragt innegehabt haben. Den vielen, insbesondere gutbürgerlichen Frauen aber, die nun verständlicherweise um ihr verlorenes natürliches Privileg weinen und es durch ein normatives, politisches ersetzen wollen, kann man nur ehrlich und verständnisvoll zurufen: Ihr habt es lange genug leicht gehabt – jetzt sind wir an der Reihe!

http://www.cicero.de/salon/schluss-mit-dem-quotengejammere/52610?seite=1

Kommentare zu: "Privilegierte Frauen : Schluss mit dem Quotengejammere!" (2)

  1. Nach dem ich ,diese Schlagzeile gelesen habe , Ex von Amy Winehouse , hat angeblich den Akt an einer beide betrunken _ schlafenden Frau vollführt / sprich Vergewaltigung …. frage ich mich , denn sie wissen nicht was sie tun !!! Was mit diesen haltlosen Vorwürfen – Tatsächlich Vergewaltigten Mädchen / Frauen angetan wird , können diese Emanzen anscheinend nicht überblicken ! Sie suchen nur ihren eigenen Pers. Vorteil an einen Lügendetektor müssen Sie , wenn die Dinger denn Funktionieren oder aber man muss Druck auf sie ausüben , damit sie die Wahrheit sagen !
    In Zukunft würde ich den Männern zu Enthaltsamkeit raten / oder zu den Freien Mädels außer Kondom dann noch ein Statement in der Hosen Tasche ; Das mit der Unterschrift der Frau eine Einvernehmlicher Akt vollzogen worden ist !!!
    Und sie für eventuelle Risiken allein verantwortlich ist , da es oft genug passiert , ja ich nehme die Pille , ich Verhüte ,uuppsss nu hab ich sie vergessen ……..
    Und auf dieses Statement muss dann gl. der Vaterschaft Test incl. sein !!! Ich bin froh , das ich mich von diesen Frauen 100% Distanzieren kann , es gibt Sie noch die Damen mit sauberen Charakter , auch ich bin eine davon , Gott sei Dank !!!

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    • Ich gehe noch einen Schritt weiter,lieber Engel:

      Zwangssterilisation für eine bestimmte Gruppe von Frauen,die es gezielt darauf anlegen,Kinder nur zum Zwecke des Geldes zu Zeugen und die ahnungslosen Männer in eine prekäre Finanzlage zu bringen!

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