Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

 

Andrea Wüstholz, vom 12.02.2013 00:00 Uhr

Waiblingen. Kuckuckskinder – schon dieses Wort. Tiefe Wunden schlägt diese Art von Betrug. Rechtsprechung kann nicht heilen, höchstens Genugtuung verschaffen. Seit kurzem können Scheinväter zumindest auf mehr Rechte zurückgreifen.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) steht ein Schmarrn: Als Vater gilt, wer zum Zeitpunkt der Geburt eines Kindes mit dessen Mutter verheiratet ist. Als ob Unterschriften auf Trauscheinen zu Schwangerschaften führten.

Marcus Spicker, betrogener Vater, zitiert „seriöse Schätzungen“, wonach jedes fünfte bis zehnte Kind ein Kuckuckskind ist. Das fiese Wort geht zurück auf einen im Tierreich erfolgreich praktizierten Trick: Ein Kuckuck legt schamlos sein Ei in ein fremdes Nest – und der ahnungslose Spatz brütet es brav aus.

Was Spicker ärgert bis ins Mark: Betrügerische Frauen kommen ungeschoren davon. Sie könnten Ansprüche auf Unterhalt, Versorgungs- oder Vermögensausgleich verlieren. Mehr passiert aus rechtlicher Sicht nicht, erläutert Karin Schäfer, auf Familienrecht spezialisierte Anwältin aus Fellbach: Kein Paragraf existiert, auf dessen Grundlage eine Frau wegen Betruges dieser Art verknackt werden könnte. Obwohl sie mehr als nur die drei Hauptbetroffenen gekonnt hintergeht: den Scheinvater, den echten Vater, das Kind, Geschwister, Großeltern, Onkel, Tanten . . . .

Welche Folgen Betroffenen drohen, beschreiben Marcus Spicker und andere im Internet unter http: //kuckucksvater.wordpress.com. Ihnen geht das Entgegenkommen von Gerichten längst nicht weit genug.

Bundesgerichtshof verdonnerte eine Schweigende zum Reden

Zumindest verdonnerte der Bundesgerichtshof vor ein paar Monaten eine schweigende Frau zum Reden. Ein Scheinvater hatte seine Ex-Freundin auf Herausgabe einer geldwerten Info verklagt. Er wollte vom echten Vater das Geld für Babyausstattung und dergleichen zurückfordern – was nur klappen kann, sofern er den Namen des echten Vaters kennt.

Der Fall durchlief mehrere Instanzen. Ein Oberlandesgericht hatte der Frau bereits eine Auskunftspflicht bescheinigt. Der BGH entschied: „Das Oberlandesgericht hat die Beklagte zu Recht zur Auskunft verurteilt.“

Zum Rest des Artikels geht`s hier lang:

http://www.zvw.de/inhalt.familienforum-mehr-rechte-fuer-betrogene-vaeter.63c6788d-3070-4a77-8ff4-79075b14e112.html

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