Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

SIBYLLE MANHART-STIOWICEK (Die Presse)

Warum ist gegenwärtig die Debatte über die Rolle der Frau von vornherein zum Scheitern verurteilt? Weil das Denken dahinter von vorgestern ist. Und die damit verbundenen Maßnahmen niemandem helfen – schon gar nicht den Frauen.

Eine Studie, in der sich Frauen mit Kindern mehrheitlich für ein Hausfrauendasein aussprechen, führte vor Kurzem zu einem empörten Aufschrei in allen Medien – also werden wir wohl weiter tagsüber arbeiten, abends den Versuch eines Familienlebens wagen und am Wochenende alles aufholen, was während der Woche liegen geblieben ist.

Schon jetzt sind berufstätige Mütter komplett überfordert, immer mehr Kinder verhaltensauffällig und Väter offensichtlich schon bedeutungslos in einem überfrachteten, fremdbestimmten Alltag. Und dieser hilflose Spagat zwischen Beruf und Familie, schlechtem Gewissen und Stress soll ein erstrebenswertes Modell für Frauen von heute sein? Nicht sehr überzeugend.

Das Problem dieser Debatte ist, dass es sie eigentlich gar nicht geben dürfte. Denn niemand ist befugt, sich mit Kritik und Bewertungen in einen persönlichen Lebensplan einzumischen.

Die Karrieremutter, die alles kann

Unterstützt werden mediale Lebensmodellbeurteilerinnen von einer überholten linken Frauenpolitik, die uns immer noch weismachen will, der Traum jeder emanzipierten Frau läge in der Vereinbarkeit von Muttersein und Berufstätigkeit. Das Ganze bitte möglichst schnell nach der Geburt der Kinder, um Heim und Herd fluchtartig wieder zu verlassen.

Frauen werden in Vollzeitjobs gedrängt, Kinder in ein Leben ohne ihre wichtigsten Bezugspersonen und Männer werden gar nicht mehr gefragt. Wer immer behauptet hat, wir müssten Kinder und Karriere gleichzeitig haben, soll sich zum Teufel scheren…

 

http://diepresse.com/home/meinung/gastkommentar/1412230/Wir-pfeifen-auf-BinnenI-und-Toechterhymne

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