Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Ein Gastbeitrag von Conrad Pramböck

Das Wichtigste vorweg: Es gibt hierzulande keine generelle, grundsätzliche Benachteiligung von Frauen in Gehaltsfragen. Aktionen wie jüngst der Equal Pay Day, die auf die Schließung der Einkommensschere pochen, sind irreführend und inhaltlich unrichtig. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist heute bereits erreicht. Frauen und Männer verdienen im Schnitt für den selben Job genau gleich.

Wenn Sie diese Erkenntnis aus dem Grund ablehnen, weil ich ein Mann bin, begehen Sie eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Also lesen bitte Sie weiter, wenn Sie an einer inhaltlichen und nicht bloß polemischen Auseinandersetzung mit dem Thema interessiert sind.

Die derzeitige Diskussion über höhere Einkommen für Frauen zielt völlig ins Leere. Sie beschränkt sich weitgehend darauf, Unternehmen dafür verantwortlich zu machen, dass sie strukturell und systematisch Frauen um bis zu 25 Prozent weniger für gleiche Arbeit zahlen als Männer. Dieser Vorwurf ist unhaltbar.

Verstehen Sie mich nicht falsch: Natürlich gibt es Gehaltsunterschiede für gleiche Arbeit, die in der Praxis sogar noch viel größer sind. Für vergleichbare Jobs sind sogar Abweichungen von 20 oder 30 Prozent über und unter dem Durchschnitt üblich. Aber diese Unterschiede erstrecken sich über die Geschlechtergrenzen hinweg.

Kurz gesagt: Es gibt Frauen, die viel verdienen; es gibt Männer, die abcashen. Es gibt Frauen mit schlechtem Gehalt, und es gibt unterdurchschnittlich bezahlte Männer.

Die entscheidenden Fragen lauten: Wenn Frauen und Männer gleich bezahlt werden, warum weisen dann alle offiziellen Statistiken Unterschiede der Erwerbseinkommen von Frauen und Männern zwischen 15 und 25 Prozent aus? Und warum gibt es so wenige private Partnerschaften, in denen die Frau mehr verdient als der Mann beziehungsweise Lebensgefährte?

Frauen fair entlohnen

Ich berate seit 15 Jahren Unternehmen in Gehaltsfragen. Seit Beginn meiner Tätigkeit stehen zwei Meinungen diametral einander gegenüber:

  • Personalchefs behaupten: Wir bezahlen Frauen und Männer gleich.
  • Frauen behaupten: Wir verdienen deutlich weniger als Männer.

Um diese unversöhnlich gegenüber stehenden Positionen zu analysieren, habe ich bei meinem früheren Arbeitgeber die Studie „Frauen fair entlohnen“ erstellt, die ich in meinem neuen Job bei der Personalberatung Pedersen & Partners aktualisiert und erweitert habe. Ich habe in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 1835 Personen zwischen 20 und 70 Jahren anonym online befragt, etwa zu gleichen Teilen Frauen und Männer. Die Mehrheit der Studienteilnehmer ist zwischen 30 und 50 Jahren alt, über 70 Prozent der Befragten sind Akademiker. Die Resultate der Studie habe ich in über 100 Einzelinterviews mit Personalchefs, Führungskräften und Mitarbeitern erläutert und diskutiert. Zusätzlich habe ich die Einzelgehaltsdaten von über 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 1500 Unternehmen im deutschsprachigen Raum auf Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern analysiert…

Und hier geht es ausführlicher weiter:

http://karrierebibel.de/warum-frauen-und-manner-gleich-bezahlt-werden-und-dennoch-unterschiedlich-verdienen/

Kommentare zu: "Warum Frauen und Männer gleich bezahlt werden und dennoch unterschiedlich verdienen" (1)

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