Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Selma Mahlknecht 16.07.2015
Die weibliche Pädagogik und ihre Folgen
Die Menschheit geht ja bekanntlich seit ihrem Anbeginn den Bach hinunter. Die jeweils „heutige“ Jugend lässt die jeweils „heutigen“ Erwachsenen an der Zukunft zweifeln. Soweit ist das nichts Neues. Auch unsere Gegenwart sieht sich natürlich wieder mit völlig degenerierten Jungmenschen konfrontiert, die den Wagen an nichts anderes als die Wand fahren können. Neu ist nur, wer die Verantwortung dafür trägt.

 
Jahrtausendelang wurde geklagt. Frech sei die Jugend, faul, zu nichts zu gebrauchen, den Sitten der Väter abhold, eine Generation von aus der Art Geschlagenen, wo soll das alles enden. Rühmliche Ausnahmen gab es freilich auch, markanterweise immer in der eigenen Familie. Wie man sich den Sprössling zu Tugend und Höhenflug erzieht, war auch bekannt, man wusste um das benötigte „Werkzeug“: die harte Hand, die gesunde „Watsch’n“, die eiserne Faust – Erziehung war ein grobes Handwerk für jene, die den Griff zur Gerte nicht scheuten.

 

 

 

Noch heute trauert mancher den goldenen Zeiten nach, wo es kein weibisches Geschrei gab, wenn den Rotzlöffeln im Holzschuppen eine ordentliche Tracht Anstand eingebläut wurde. Denn – und der Spruch folgt in der Diskussion so sicher wie das Aufstoßen nach dem Feierabendbier – „es hat ihnen nicht geschadet“. In der Tat: Wem schon als Kind das freche Maul mundtot geprügelt wurde, der weiß auch als Erwachsener, wann er die Klappe zu halten hat. Gewalt ist ein ererbtes Leiden. Doch wie sagte schon Goethe: Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen. Wer zu Hause gelernt hat, wie man zuschlägt, der wendet das Gelernte auch an: als Kind und Jugendlicher gegenüber anderen, als Erwachsener dann auch nach bewährter Familientradition gerne gegenüber Kindern und/oder dem Partner.

 
Und natürlich finden wir das entsetzlich und schlecht. Deswegen sind wir auch prinzipiell, eigentlich und von der Idee her absolut für gewaltfreie Erziehung. Wenn damit nicht auch all diese entwürdigende Verweichlichung einherginge, die wir an der jungen Generation feststellen müssen. Vor allem der kleine Mann wird in unserer testosteronfeindlichen Gesellschaft zum Waschlappen deformiert.

 
Seit Jahren geistert ein diesbezüglicher Artikel des Erziehungswissenschaftlers Wolfgang Bergmann durch Facebook, der immer wieder aus den Untiefen des Internets gezerrt wird, wenn die Degeneration unserer Gesellschaft denunziert werden soll. „Verweichlicht und verweiblicht“ lautet der mehr als beredte Titel dieses vielfach zitierten Textes, und er spricht Bände (und übrigens: einem Geschlecht, das menstruiert und Kinder zur Welt bringt, Verweichlichung vorzuwerfen – das ist ein starkes Stück). Dass nämlich heute alles vor die Hunde geht, ist der – hört, hört! – „weiblichen Pädagogik“ zu verdanken, die aus kleinen Männern – ja, was eigentlich? -macht.

 

 

 

„Wohin die rosarote Kuschelpädagogik führen wird, ist absehbar“

 

 

 

http://www.heise.de/tp/artikel/45/45439/1.html

 

 

 

 

Hier ein Ausschnitt aus dem zitiertem Artikel von Wolfgang Bergmann:

 

 

 

Jungs von heute – verweichlicht und verweiblicht
Von Wolfgang Bergmann
23.02.10

 

 

 

Kleine Männer wollen laut sein, raufen, sich beweisen und trotzdem geliebt werden. Doch dafür ist in der pädagogisch korrekten Frauenwelt von heute kaum noch Platz. Jungs werden mehr und mehr mit weiblichem Verständnis in Watte gepackt, harmonisiert und verweichlicht. Warum eigentlich?
Die Welt ist für Jungen zu eng geworden. Viel zu normiert. Und langweilig. Was ihnen Spaß macht, ist meistens verboten. Was sie besonders gut können, wird nirgends verlangt – im Kindergarten nicht und in der Schule auch nicht. In der pädagogischen Welt hat sich scheinbar alles verschworen, ihnen ihre „männlichen“ Eigenschaften abzugewöhnen. Jungen werden unruhig dabei, fahrig und eine immer größere Zahl sogar seelisch krank, hyperaktiv oder depressiv.

 
Johannes beispielsweise. Er ist drei Jahre alt und seelisch eigentlich ganz einfach gestrickt. Er hat zwei große Wünsche: Behütet sein, am liebsten bei Mama. Und die Welt zu erobern, zu bauen und Dinge wieder kaputt zu machen, am liebsten mit seinen Freunden. Bei solchen Spielen hat er auch immer seinen großen Papa im Kopf.

 
Der Wunsch, ein kleiner Held zu sein
Wenn der kleine Johannes seinen Kindergarten betritt, dann müsste eigentlich, so denkt er, die ganze Welt erzittern vor Freude darüber, dass er da ist. Und wenn es nicht die ganze Welt ist, so doch wenigstens der Gruppenraum in seinem Kindergarten. Eigentlich müsste das ein Riesenwirbel sein, wenn er kommt.
Aber in vielen Kindergärten ist es nicht so. Ihn erwartet nur ein fast gleichgültiges „Hi“, und Mama flüstert ihm noch eifrig zu, dass heute wieder dies oder jenes gelernt werde. Englisch zum Beispiel, spielerisch natürlich, aber er solle sich trotzdem anstrengen. „Buchstaben malen“, sagt sie, „macht auch viel Spaß, und der kleine Daniel ist schon beim U, du bist erst bei D, dabei ist Daniel doch drei Monate jünger und viel kleiner.“

 
Johannes möchte, dass Mama stolz auf ihn ist. Er möchte aber wie ein kleiner Held seine Kindergartenwelt erobern und nicht lieb und ordentlich Buchstaben aufs Papier zeichnen. Überhaupt hat Johannes das Gefühl, dass er gar nicht richtig zur Kenntnis genommen wird. Er muss sich jetzt erst einmal kräftig durchsetzen. Das tut er auch. Er stellt sich mitten in den Gruppenraum und schreit laut: etwas, was er in den Trickfilmen gehört hat, die er schon kennt, oder seinen eigenen Namen, damit die Welt endlich erschüttert ist über seine kleine Existenz. Für ein paar Momente hat er das Gefühl, dass er jetzt endlich anständig gewürdigt worden ist. Und dieser Urlaut, ganz tief aus der Brust, klingt jedenfalls schon einmal gewaltig. Johannes fühlt sich für wenige Augenblicke sehr stark. Fast so stark wie Papa (und was der alles kann, unglaublich, das Lego-Flugzeug gestern Abend zum Beispiel).

 

 

Zum Weiterlesen gehts hier lang:

 

 

http://m.welt.de/debatte/kommentare/article6521441/Jungs-von-heute-verweichlicht-und-verweiblicht.html

 

 

Kommentare zu: "Verweichlicht, verweiblicht, verschwult und vergutmenscht" (1)

  1. maennerpartei schrieb:

    Tatsacbe ist allerdings, dass immer weniger Abiturienten männlich sind. Als man vor
    40 Jahren feststellte dass Mädchen hinterherhinken konnte die Reaktion nur lauten „Es ist Diskriminierung. Die Lehrer benachteiligen wenn auch vielleicht unbewusst die Schülerinnen“ Jetzt sind die Buben betroffen. Jetzt wird behautet die Buben ( die allermeistens nur noch von Frauen fremdbetreut werden) haben Probleme mit der Emanzopation der Mädchen und würden deswegen leistungsschwach

    Ja man kann sich derartig lustig machen über klimatische Jungenbenachteiligung in den frauendominierten Schulen. Wenn man Jungen pauschal fur minderwertig gegenüber Mädchen hält kann man das.
    Es ist halt Geschlechterrassismus. Und wer es tut ein Rassist der statt Hautfarbe Geschlecht als Kriterium für Gut und Schlecht anlegt

    Gefällt mir

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Schlagwörter-Wolke

%d Bloggern gefällt das: