Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Pressemitteilungen (BMFSFJ)

Pressemitteilung Nr. 74/2013
Veröffentlicht am Mi 04.09.2013
Thema: Kinder und Jugend

 

Bund-Länder-Initiative zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung
nimmt inhaltliche Arbeit in den Verbünden auf

Der Startschuss ist gefallen: Anfang September haben die ersten 23 Verbünde der
Bund-Länder Initiative zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung
„Bildung durch Sprache und Schrift (BiSS)“ ihre Arbeit aufgenommen.

Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, die vielfältigen Maßnahmen der Länder zur
sprachlichen Bildung in Deutschland zu bündeln, zu evaluieren und weiter zu
entwickeln, um Kindern von Anfang an eine noch bessere individuelle Sprach- und
Leseförderung in den Kindertageseinrichtungen und Schulen zu ermöglichen. Sie
wird getragen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), der
Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik
Deutschland (KMK) und der Jugend- und Familienministerkonferenz der Länder
(JFMK).

Das Herzstück der Initiative bilden Verbünde von Kindertageseinrichtungen bzw.
Schulen, die zum Beispiel von Universitäten oder Bibliotheken unterstützt werden.
Durch die Zusammenarbeit in den Verbünden erhalten die Kindertagesstätten und
Schulen vielfältig Gelegenheit, ihre Erfahrungen auf dem Gebiet der
Sprachförderung, Sprachdiagnostik und Leseförderung auszutauschen sowie gezielt
Maßnahmen der Sprachbildung abzustimmen und umzusetzen. Auf diesem Wege sollen
auch konzeptionelle Ansätze zur Sprachförderung, Sprachdiagnostik und
Leseförderung im Hinblick auf ihre Wirksamkeit und Effizienz wissenschaftlich
überprüft und weiterentwickelt werden. Darüber hinaus unterstützt das Programm
die erforderliche Weiterqualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher sowie der
Lehrkräfte.

Je Bildungsbereich kann die Initiative bis zu 40 Verbünde umfassen. Von den jetzt
in die Initiative aufgenommenen Verbünden betreffen fünf Verbünde den
Elementarbereich, acht Verbünde sind im Primarbereich angesiedelt und zehn
Verbünde nehmen die Arbeit im Sekundarbereich auf.

Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildet die alltagsintegrierte sprachliche Bildung
im Elementarbereich, die Diagnose und Förderung des Leseverständnisses im
Primarbereich bzw. die sprachliche Bildung in fachlichen Kontexten im
Sekundarbereich. Ferner werden Themen wie die Diagnose und Förderung der
Leseflüssigkeit, die intensive sprachstrukturelle Förderung und das Schreiben und
Lesen mit digitalen Medien bearbeitet.

Bisher beteiligen sich Verbünde aus den Ländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und
Schleswig-Holstein.

Diesem gelungenen Auftakt wird ein zweiter Starttermin im Januar 2014 folgen. Die
Vertreterinnen und Vertreter von Bund und Ländern betonen, dass die Initiative
ein wichtiger Schritt für eine verbesserte individuelle Sprach- und Leseförderung
von Kindern und Jugendlichen darstellt.

Ein Trägerkonsortium koordiniert und unterstützt die Arbeiten in der Initiative
BiSS. Das Trägerkonsortium wird vom Mercator-Institut für Sprachförderung und
Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln koordiniert. Weitere Beteiligte
sind das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt
Universität zu Berlin und das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische
Forschung in Frankfurt (DIPF), das die Aktivitäten im Elementarbereich begleitet.

Weiterführende Informationen

Expertise: www.bmbf.de/pubRD/BISS_Expertise.pdf
<http://www.bmbf.de/pubRD/BISS_Expertise.pdf>

Programmskizze:

www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_10_18-Initiative_Sprachfoerderung_Programmskizze.pdf
<http://www.kmk.org/fileadmin/veroeffentlichungen_beschluesse/2012/2012_10_18-Initiative_Sprachfoerderung_Programmskizze.pdf>

www.bmbf.de/pubRD/BISS_Programmskizze.pdf
<http://www.bmbf.de/pubRD/BISS_Programmskizze.pdf>

Trägerkonsortium: www.biss-sprachbildung.de <http://www.biss-sprachbildung.de>

Für Rückfragen der Medien

Pressekontakt Kultusministerkonferenz
Sylvia Schill, Taubenstraße 10, 10117 Berlin, Tel.: 030 / 25 41 84 01
sylvia.schill@kmk.org <mailto:sylvia.schill@kmk.org> / www.kmk.org
<http://www.kmk.org>

Pressekontakt zum Präsidenten der Kultusministerkonferenz
Martin Hanusch, Pressesprecher des Kultusministeriums Sachsen-Anhalt, Tel.: 0391
/ 567 77 77, martin.hanusch@mk.sachsen-anhalt.de
<mailto:martin.hanusch@mk.sachsen-anhalt.de>

Pressekontakt Bundesministerium für Bildung und Forschung
Hannoversche Straße 28-30, 10115 Berlin, Tel.: 030 /18 57 50 50
presse@bmbf.bund.de <mailto:presse@bmbf.bund.de> / www.bmbf.de
<http://www.bmbf.de>

Pressekontakt Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Glinkastraße 24, 10117 Berlin, Tel.: 030 / 206 55 10 62
presse@bmfsfj.bund.de <mailto:presse@bmfsfj.bund.de> / www.bmfsfj.bund.de
<http://www.bmfsfj.bund.de>

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de <mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de>
Internet: http://www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>

Servicetelefon: 030 201 791 30
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montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 UhrFormularende

Pressemitteilung Nr. 6/2013
Veröffentlicht am Mi 16.01.2013

Thema: Familie

Kristina Schröder: „Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen für ihre
unterschiedlichen Lebensentwürfe“

Bundesfamilienministerin stellt den Familienreport 2012 in Berlin vor

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder,
hat heute (Mittwoch) in Berlin den Familienreport 2012 vorgestellt. „Der
Familienreport unterstreicht: Familien brauchen passgenaue Rahmenbedingungen für
die Verwirklichung ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe. Deshalb nehmen wir die
wirtschaftliche Stabilität und die soziale Teilhabe von Familien, die gute
Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Wohlergehen und die Förderung der Kinder
sowie die Verwirklichung von Kinderwünschen mit sehr passgenau zugeschnittenen
familienbezogenen Leistungen in den Blick. Der Schlüssel für einen starken
gesellschaftlichen Zusammenhalt ist eine Politik, die Familien als
Verantwortungsgemeinschaften stärkt, die eine Entscheidung für Kinder erleichtert
und die die Chancengleichheit von Müttern und Vätern zuverlässig verbessert“,
sagte Kristina Schröder anlässlich der Präsentation des Familienreports 2012.

Der Familienreport wird jährlich vom Bundesfamilienministerium herausgegeben und
enthält eine umfassende Darstellung von Leistungen, Wirkungen und Trends rund um
Familie und Familienpolitik.

Die wichtigsten Ergebnisse des Familienreports 2012:
* Verheiratete Paare mit gemeinsamen Kindern stellen nach wie vor die
häufigste Familienform in Deutschland dar. Drei Viertel der Kinder wachsen
bei verheirateten Eltern auf.
* Die Ehen in Deutschland sind stabil. Die Zahl der Eheschließungen liegen –
mit leichten Schwankungen – seit einigen Jahren auf einem ähnlichen Niveau.
Die Zahlen der Ehescheidungen sind seit fast fünfzehn Jahren nahezu
konstant und die Ehepaare bleiben länger zusammen als noch vor zehn Jahren.
Auch nach Trennungen halten die meisten Menschen an Ehe und Familie fest.
Studien zeigen, dass Kinder in Stief- und Patchworkfamilien nicht
unzufriedener sind als Kinder in anderen Familien.
* Deutschland ist keine Republik der Einzelkinder: Fast die Hälfte der Kinder
hat eine Schwester oder einen Bruder, jedes fünfte Kind hat zwei
Geschwister. Nur ein Viertel der Kinder sind (noch) Einzelkinder. Der
Anteil der Mehrkindfamilien in Deutschland ist seit der Wiedervereinigung
nahezu unverändert geblieben.
* Auch die Trends bei den Geburten machen zuversichtlich: Immer häufiger
holen Frauen aufgeschobene Kinderwünsche im Alter von über 30 Jahren nach,
der Anstieg der Kinderlosigkeit insbesondere bei Akademikerinnen ist
gestoppt. Die Kinderwünsche sind hoch und die endgültigen Kinderzahlen
haben mit den bis 1970 geborenen Frauen ihren Tiefpunkt erreicht. Sie
scheinen für jüngere Frauenjahrgänge wieder anzusteigen – all diese
Faktoren zeigen, dass sich die Geburtenrate mittelfristig positiv verändern
kann.
* Seit der Einführung des Elterngeldes und dem verstärkten Ausbau der
Kinderbetreuung steigt auch die Erwerbstätigkeit von Müttern mit Kindern
zwischen ein und drei Jahren an. Die Erwerbstätigenzahlen der Mütter mit
Kindern unter einem Jahr sind hingegen konstant niedrig und Eltern nutzen
den Schonraum, den ihnen das Elterngeld bietet. Hier spiegelt sich die
Auffassung der meisten Deutschen wider, dass die Kleinsten zu ihren Eltern
gehören.
* Die Förderung ihrer Kinder hat für Eltern oberste Priorität. Dort, wo die
materiellen Ressourcen nicht reichen, leistet das Bildungs- und
Teilhabepaket in den Familien, die SGB II bzw. den Kinderzuschlag beziehen,
einen guten Beitrag. Untersuchungen des Bundesfamilienministeriums zeigen,
dass der Anteil der Eltern, die aus finanziellen Gründen auf Förderangebote
verzichten, zurückgeht. Insgesamt stärken die Familienleistungen die
wirtschaftliche Stabilität von Familien.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.bmfsfj.de
<http://www.bmfsfj.de>.

Pressemitteilung
Nr.  vom 5. November 2012

Kristina Schröder startet Bundesinitiative
Frühe Hilfen

Frühe Hilfen – damit will der Bund Kindern und Eltern in schwierigen Lebenslagen helfen. Denn nach Schätzung von Experten sind etwa zehn bis 15 Prozent der Kinder in Deutschland von schwierigen familiären Verhältnissen betroffen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren,Frauen und Jugend wird deshalb heute (Montag) gemeinsam mit den Ländern die Bundesinitiative Frühe Hilfen starten.

Wir müssen Eltern und ihren kleinen Kindern rechtzeitig und umgehend helfen, wenn sie Unterstützung benötigen“, sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, bei der

Auftaktveranstaltung der Bundesinitiative in Berlin. „Unser Ziel ist deshalb,dass wir die schon vorhandenen Frühen Hilfen weiter etablieren und ausbauen. Mit der Bundesinitiative schaffen wir jetzt die strukturellen Voraussetzungen dafür, dass die Unterstützungsangebote bald flächendeckend in allen Kommunen vorhanden sind.“

Viele Länder und Kommunen haben bereits den Aufbau von Frühen Hilfen vorangetrieben. Deshalb stehen auch wir Länder hinter der Bundesinitiative Frühe Hilfen“, sagte Christine Clauß, Sächsische Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz. „Ich bin überzeugt, dass die Bundesinitiative ein Erfolg wird, weil die Erfahrungen der Länder und Kommunen in die nun vorliegenden Förderkonzepte eingeflossen sind. Die Bundesinitiative knüpft nahtlos an die Strukturen eines jeden Landes an.“

In einer Verwaltungsvereinbarung haben Bund und Länder gemeinsam die Fördergrundsätze für die Bundesinitiative zugrunde gelegt. Darin werden die Voraussetzungen für die Vergabe der Mittel an die Kommunen geregelt, um den Ausbau der bereits vorhandenen Angebote vor Ort zu erreichen.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) begleitet die Bundesinitiative als Kompetenzzentrum und Koordinierungsstelle des Bundes. Hier sind Wissen und Erfahrung aus dem Gesundheitswesen und aus der Kinder- und Jugendhilfe vereint: Denn Träger des NZFH sind die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Deutsche Jugendinstitut (DJI).

BZgA-Direktorin Prof. Dr. Elisabeth Pott betonte: „Belastete Familien

müssen frühzeitig von den Angeboten erreicht werden, damit so viel wie möglich präventiv – also vorbeugend – getan werden kann. Wichtig ist es,Ärztinnen und Ärzte in die Netzwerke einzubinden, Sie erkennen oft sehr früh, welche Familien Unterstützung benötigen. Sie können dann über die Netzwerke eine Verbindung zu passgenauen Angeboten, beispielsweise zu Familienhebammen, herstellen.“

Die Bundesinitiative fördert den Auf- und Ausbau der Netzwerke Frühe Hilfen in den Kommunen. Dazu gehört zum einen der Einsatz von Netzwerkkoordinatoren sowie deren Qualifizierung. Sie sollen dafür sorgen, dass die vielen guten Angebote – etwa der Schwangerenberatung, des Gesundheitsbereichs und der Jugendhilfe – besser untereinander abgestimmt werden. Zum zweiten wird der Einsatz von Familienhebammen und vergleichbaren Berufsgruppen aus dem Gesundheitsbereich gefördert.

Sie übernehmen die Lotsenfunktion von der Familie zu den Netzwerken.

Zum dritten werden Projekte gefördert, in denen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Familien bei der Alltagsbewältigung unterstützen. Informationen zu Angeboten Früher Hilfen gibt es in der Regel beim Jugend- bzw. Gesundheitsamt.

Das Bundesfamilienministerium stellt den Ländern und Kommunen für die Frühen Hilfen in den nächsten drei Jahren 177 Millionen Euro zur Verfügung.

Nach 2015 wird die Arbeit dauerhaft durch einen Fonds unterstützt, für den der Bund jährlich 51 Millionen Euro bereitstellt. Das NZFH wird in den nächsten drei Jahren den Fachaustausch und die Forschung koordinieren.

Ein Zwischenbericht mit ersten konkreten Empfehlungen für die weitere Umsetzung Früher Hilfen soll dem Bundestag am 30. Juni 2014 vorgelegt werden.

Zum heutigen Start der Bundesinitiative diskutieren 300 Fachkräfte aus Bund, Ländern und Kommunen über ihre Erfahrungen mit den Frühen Hilfen und erarbeiten gemeinsam Grundlagen für das weitere Vorgehen.

Weitere Informationen finden Sie unter

ww.fruehehilfen.de

http://www.bmfsfj.de/

Die Presse-Erklärung zum Download:

http://www.fruehehilfen.de/fileadmin/user_upload/fruehehilfen.de/pdf/PM_Auftakt_Bundesinitiative.pdf

Pressemitteilung Nr. 78/2012
Veröffentlicht am Mi 05.09.2012
Thema: Wohlfahrtspflege, Freiwilliges Engagement, Ältere Menschen

Kristina Schröder: „Familie als Gemeinschaft stärken“

Konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe des Bundesfamilienministeriums

In Vorbereitung auf den 1. Demografie-Gipfel der Bundesregierung konstituiert sich heute (Mittwoch) die Arbeitsgruppe A „Familie als Gemeinschaft stärken“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

„Familien sind die stabilen Kerne unserer Gesellschaft. In der Familie finden Menschen Rückhalt, Schutz und Unterstützung in einem Maß, das weit über die Leistungsfähigkeit der staatlichen Solidargemeinschaft hinausgeht“, sagte die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, aus Anlass der 1. Sitzung der Arbeitsgruppe. „Familien erbringen Fürsorge-, Erziehungs- und Betreuungsleistungen – erst die Eltern für ihre Kinder, und später die Kinder auch für ihre Eltern. Familien zu stärken muss deshalb zentrales Anliegen von Demografiepolitik sein“, so Bundesfamilienministerin Schröder.

In der Demografiestrategie der Bundesregierung steht die Familie deshalb im Mittelpunkt. Unter der Zielvorgabe „Familie als Gemeinschaft stärken“ sollen – unter Beachtung des Subsidiaritätsprinzips – die unterstützenden Rahmenbedingungen so ausgestaltet werden, dass sie den vielfältigen Bedürfnissen der Familien gerecht werden und die notwendige Flexibilität gewährleisten.

In der Arbeitsgruppe A sollen folgende Themen im Zentrum stehen:
* Familien Zeit für Verantwortung und Fürsorge geben,
* flexible Zeitgestaltung von Familien erleichtern durch eine
familienbewusstere Arbeitswelt,
* zeitpolitische Initiativen in der Arbeitswelt und auf der lokalen Ebene,
* familienunterstützende, haushaltsnahe Dienstleistungen.

Die Arbeitsgruppe wird sich zudem mit dem weiteren Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege befassen.

Die Bundesregierung hat am 25. April 2012 ihre Demografiestrategie verabschiedet
(www.demografiestrategie.de <http://www.demografiestrategie.de>). Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Chancen und Potenziale des demografischen Wandels zu nutzen und die Zukunftsfähigkeit Deutschlands langfristig zu sichern.

Die Strategie beinhaltet neben Maßnahmen des Bundes auch Vorschläge, die nur gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Verbänden, Sozialpartnern und anderen Akteuren der Zivilgesellschaft zu realisieren sind. Dazu will die Bundesregierung unter der Gesamtfederführung des Bundesministeriums des Innern einen Dialogprozess mit allen Gestaltungspartnern anstoßen. In insgesamt neun Arbeitsgruppen sollen konkrete Maßnahmen und Vorhaben bearbeitet und die Ergebnisse auf regelmäßig stattfindenden Demografiegipfeln präsentiert werden.

Der offizielle Start wird – unter Mitwirkung der Bundeskanzlerin – beim Auftaktgipfel am 4. Oktober dieses Jahres erfolgen, auf dem unter anderem die Arbeitsgruppen ihre Arbeitsprogramme vorstellen. Neben der Arbeitsgruppe A „Familie als Gemeinschaft stärken“ übernimmt das Bundesfamilienministerium auch die Federführung für den Themenbereich C mit den Arbeitsgruppen „Selbstbestimmtes Leben im Alter“ und „Allianz für Menschen mit Demenz“.

Zudem ist das Bundesfamilienministerium Mitinitiator des Berliner Demografie Forums, das am 9. und 10. Januar 2013 zum zweiten Mal stattfinden wird:
www.berlinerdemografieforum.org <http://www.berlinerdemografieforum.org>.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>.

Pressemitteilung Nr. 72/2012
Veröffentlicht am Do 16.08.2012
Thema: Familie, Kinder und Jugend

Bundesfamilienministerium einigt sich mit Ländern auf Umverteilung nicht bewilligter Kita-Gelder

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die
Bundesländer haben sich heute (Donnerstag) auf Staatssekretärs-Ebene über neue Regeln bei der Verteilung der vom Bund frisch zugesagten 580,5 Millionen Euro für 30.000 zusätzliche Kinderbetreuungsplätze geeinigt:

Wenn die vom Bund gegebenen 580,5 Millionen Euro nicht entsprechend einem festen Zeitplan bewilligt werden, findet künftig eine Umverteilung zugunsten von Bundesländern statt, die einen Bedarf an zusätzlichen Mitteln haben. „Damit wird sichergestellt, dass die Bundesgelder wirklich bedarfsgerecht für zusätzliche Betreuungsplätze eingesetzt werden“, sagte Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, nach der Verständigung mit den Ländern.

Mit den entsprechend des bewährten Finanzierungsschlüssels bereit gestellten 580,5 Millionen Euro hilft der Bund über die Vereinbarungen des Kita-Gipfels von 2007 hinaus bei der gemeinschaftlichen Schaffung von 30.000 zusätzlichen Betreuungsplätzen. Damit erhöht sich die Zahl der für Deutschland insgesamt ins Auge gefassten Betreuungsplätze für unter-dreijährige Kinder von 750.000 auf 780.000.

Stroppe zeigte sich im Anschluss an die heutigen Verhandlungen erleichtert und zufrieden: „Mit dieser Verständigung bekräftigen der Bund und die Länder ihre Überzeugung, dass der bedarfsgerechte Kita-Ausbau bis 2013 gelingen kann.“

Pressemitteilung Nr. 71/2012
Veröffentlicht am Mi 15.08.2012
Thema: Kinder und Jugend

Regina Kraushaar neue Leiterin der Abteilung „Kinder und Jugend“

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat die Leitung der Abteilung 5 „Kinder und Jugend“ neu besetzt. Regina Kraushaar wird Nachfolgerin von Lutz Stroppe, der im Juli das Amt des Staatssekretärs im Bundesfamilienministerium übernommen hat. Das Bundeskabinett hat dem Personalvorschlag von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder heute zugestimmt.

Regina Kraushaar kommt aus dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz. Sie leitete dort seit 2006 die Abteilung „Jugend und Familie, Integration und Teilhabe“. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit im Bundesfamilienministerium wird das Thema Ausbau der Kinderbetreuung sein, Kraushaar verfügt hier auf Grund ihres bisherigen beruflichen Werdegangs über hervorragende Expertise.

Regina Kraushaar wird ihre Arbeit im Bundesfamilienministerium am kommenden Montag (20. August 2012) aufnehmen.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de <mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de>
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Pressemitteilung Nr. 70/2012
Veröffentlicht am Mi 15.08.2012
Thema: Gleichstellung

Kristina Schröder: „Von Gewalt betroffene Frauen brauchen Unterstützung durch ein umfassendes Hilfesystem“

Bundeskabinett beschließt Bericht zur Situation der Frauenhäuser

Das Bundeskabinett hat heute (Mittwoch) den Bericht der Bundesregierung zur Situation der Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und anderer Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder in Deutschland beschlossen. Der Bericht besteht aus einem im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellten Gutachten „Bestandsaufnahme zur Situation der Frauenhäuser, der Fachberatungsstellen und anderer Unterstützungsangebote für gewaltbetroffene Frauen und deren Kinder“ sowie der dazu vom Bundesfamilienministerium erarbeiteten Stellungnahme der Bundesregierung.

„In Deutschland gibt es ein dichtes, ausdifferenziertes Netz an Unterstützungseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder. Dennoch finden nicht alle Betroffenen die Unterstützung, die sie brauchen“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Gemeinsam mit Fachorganisationen und Einrichtungsträgern sind der Bund, aber auch die Länder und Kommunen gefordert, bestehende Zugangsschwierigkeiten und Versorgungslücken abzubauen und das Angebot zielgruppengerecht weiterzuentwickeln. Mit dem bundesweiten Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen, das Anfang 2013 zur Verfügung stehen wird, schließt die Bundesregierung eine wichtige Lücke im Hilfesystem.“

Mit dem Bericht legt die Bundesregierung erstmals eine umfassende Bestandsaufnahme des gesamten Hilfesystems bei Gewalt gegen Frauen. Die Bestandsaufnahme ergibt für Deutschland mehr als 350 Frauenhäuser und mehr als Schutzwohnungen mit mehr als 6.000 Plätzen, die jährlich etwa 15.000 bis 17.000 Frauen mit ihren Kindern – das heißt etwa 30.000 bis 34.000 Personen – Schutz und Beratung bieten.

Hinzu kommen bundesweit mehr als 750 Fachberatungsstellen, die von Gewalt betroffene Frauen qualifiziert beraten und unterstützen. Diese umfassen neben der großen Zahl an Frauenberatungsstellen und Frauennotrufen, die professionell auf Gewalt gegen Frauen allgemein ausgerichtet sind oder deren Arbeitsschwerpunkt auf der Beratung bei sexueller Gewalt liegt, auch etwa 130 Interventionsstellen bei häuslicher Gewalt, ungefähr 40 Fachberatungsstellen für Opfer von Frauenhandel sowie weitere auf spezifische Gewaltformen. Dazu zählen zum Beispiel auf Zwangsverheiratung oder Stalking spezialisierte Fachberatungs- und Kooperationsstellen.

Das Gutachten schafft erstmals eine solide Faktenbasis zur tatsächlichen Situation der Unterstützungseinrichtungen vor Ort, für deren Ausgestaltung und Finanzierung die Bundesländer und Kommunen verantwortlich sind. Die Bundesregierung fördert die Entwicklung des Unterstützungssystems insbesondere durch Modellprojekte und Forschungsvorhaben und durch die Förderung der bundesweiten Vernetzung der Hilfsangebote. Beispiele sind das Modellprojekt „Medizinische Intervention gegen Gewalt an Frauen“ (MIGG) und die repräsentative Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“.

Durch effektive Weiterentwicklungen des geltenden Rechts auf bundes- und landesgesetzlicher Ebene können Defizite bei der finanziellen Absicherung des Schutzes gewaltbetroffener Frauen ausgeglichen werden. Eine grundsätzlich angelegte rechtliche Neuordnung durch ein eigenständiges Bundesgesetz ist nach Auffassung der Bundesregierung derzeit nicht erforderlich.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>.

Pressemitteilung Nr. 68/2012
Veröffentlicht am Mi 01.08.2012
Thema: Kinder und Jugend

Kristina Schröder: „Kinder können in Zukunft ihre Rechte auf internationaler
Ebene besser durchsetzen“

Bundeskabinett beschließt den Gesetzentwurf zur Ratifikation des neuen
Zusatzprotokolls zur VN-Kinderrechtskonvention.

Das Bundeskabinett hat heute (Mittwoch) den Gesetzentwurf zur Ratifikation des neuen Zusatzprotokolls zur Vereinten Nationen (VN)-Kinderrechtskonvention beschlossen. Das darin geregelte Individualbeschwerdeverfahren gibt Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, Verletzungen ihrer Rechte aus der VN-Kinderrechtskonvention beim VN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf zu rügen. Sie können sich etwa gegen fehlenden Schutz vor Gewalt und Misshandlungen oder fehlende Bildungsmöglichkeiten wehren. Bisher hat noch kein Staat das neue Zusatzprotokoll ratifiziert. Die Ratifikation von mindestens zehn Staaten ist Voraussetzung, damit es in Kraft treten kann.

„Mit dem neuen Beschwerdeverfahren können Kinder und Jugendliche in Zukunft ihre Rechte auf internationaler Ebene besser durchsetzen. Das stärkt die Kinderrechte weltweit“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Der heutige Beschluss des Gesetzentwurfs ermöglicht die Ratifikation des Zusatzprotokolls noch in diesem Jahr. Damit setzen wir national wie international ein deutliches Signal für eine effektive Durchsetzung der Rechte des Kindes“, so Kristina Schröder.

Ist die Beschwerde eines Kindes erfolgreich, spricht der Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf gegenüber dem betroffenen Staat Empfehlungen zur Behebung der Rechtsverletzung aus. Bei besonders schwerwiegenden Verletzungen von Kinderrechten kann der Ausschuss unabhängig von einer individuellen Beschwerde ein Untersuchungsverfahren gegen den betroffenen Staat durchführen. Zum Schutz der Kinder bestimmt das Zusatzprotokoll, dass eine Beschwerde keinerlei negative Konsequenzen für die Betroffenen nach sich ziehen darf.

Erst am 28. Februar 2012 hatte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder in Genf das neue Zusatzprotokoll für Deutschland unterzeichnet. Deutschland gehört damit zu den ersten von den aktuell 25 Unterzeichnerstaaten. Voraussetzung für die Ratifikation ist die Zustimmung des Bundestags zu dem Gesetzentwurf. Anschließend kann die Ratifikationsurkunde bei den Vereinten Nationen in New York hinterlegt werden.

Deutschland hatte sich bereits im Rahmen der Verhandlungen erheblich für das neue Beschwerdeverfahren eingesetzt. Bis zu der Annahme des neuen Zusatzprotokolls war die VN-Kinderrechtskonvention die letzte Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen ohne eigenen Beschwerdemechanismus.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 43/2012
Veröffentlicht am Mi 25.04.2012
Thema: Familie, Freiwilliges Engagement, Gleichstellung, Kinder und Jugend,
Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Zivildienst

Kristina Schröder: „Familie gewinnt mit dem demografischen Wandel an Bedeutung“

Kabinett beschließt Demografiestrategie

Die Bundesregierung hat heute (Mittwoch) die vom Bundesminister des Innern
vorgelegte Demografiestrategie der Bundesregierung beschlossen.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nimmt die Herausforderungen des demografischen Wandels dauerhaft in den Blick – etwa mit der Förderung familienfreundlicher und flexibler Arbeitszeiten, mit der erfolgreichen Einführung der Familienpflegezeit, mit dem Bundesfreiwilligendienst sowie der Stärkung der Jugendfreiwilligendienste, mit dem Kitaausbau, mit der Weiterentwicklung der Mehrgenerationenhäuser, mit der Fortführung des Programms „Soziales Wohnen im Alter“ oder mit der Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive in der Altenpflege.

„In der Familie finden Menschen Rückhalt, Schutz und Unterstützung, die weit über die Leistungsfähigkeit der staatlichen Solidargemeinschaft hinausgeht“, so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Deshalb gewinnt Familie mit dem demografischen Wandel an Bedeutung. Gleichzeitig verändert der demografische Wandel das Verhältnis von Frauen und Männern in Partnerschaft und Familie: Wir können in der Arbeitswelt nicht auf das Potential gut ausgebildeter Frauen verzichten, die sich neben Zeit für Verantwortung auch faire berufliche Chancen wünschen – und in der Familie nicht auf die Unterstützung der Männer, die sich neben Aufstiegschancen im Beruf auch Zeit für familiäre Verantwortung wünschen.“

Mit ihrer Demografiestrategie legt die Bundesregierung Handlungsfelder fest, in denen sie die Grundlagen für Wachstum, Wohlstand und sozialen Zusammenhalt stärken und absichern will. Im Mittelpunkt stehen dabei die Lebensbereiche, in denen Menschen die Folgen des demografischen Wandels am deutlichsten spüren.

Die Handlungsfelder der Strategie lauten:
* Familie als Gemeinschaft stärken
* Motiviert, qualifiziert und gesund arbeiten
* Selbstbestimmtes Leben im Alter
* Lebensqualität in ländlichen Räumen und integrative Stadtpolitik fördern
* Grundlagen für nachhaltiges Wachstum und Wohlstand sichern
* Handlungsfähigkeit des Staates erhalten

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de <mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de>
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Pressemitteilung Nr. 42/2012
Veröffentlicht am Mi 25.04.2012
Thema: Gleichstellung, Kinder und Jugend

Kristina Schröder: „Unsere Gesellschaft muss allen Jungen und Mädchen faire
Chancen bieten“

Bundesfamilienministerin lädt Mädchen und Jungen zum Girls‘ Day und Boys‘ Day ein

Die Bundesministerin für Familie, Senioren Frauen und Jugend, Kristina Schröder, empfängt morgen (Donnerstag) jeweils 24 Jungen und Mädchen im Bundesfamilienministerium. Anlass ist der Boys‘ bzw. Girls‘ Day. Bundesweit werden am 2. Boys‘ Day rund 33.000 Jungen an mehr als 4.600 Veranstaltungen teilnehmen. Am 12. Girls‘ Day finden nahezu 9.500 Aktionen für mehr als 115.000 Mädchen statt.

„Moderne Gleichstellungspolitik darf nicht ausschließlich nur auf Frauen oder nur auf Männer ausgerichtet sein“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. „Wenn wir wirklich vorankommen wollen, müssen wir Frauen und Männern die Möglichkeit geben, sich von überholten Rollenmustern zu lösen – in der Familie wie in der Arbeitswelt. Deshalb habe ich im vergangenen Jahr den Boys‘ Day eingeführt. Ich freue mich darüber, dass schon im zweiten Jahr so viele Jungs die Gelegenheit nutzen, in zukunftsorientierte Berufe hinein zu schnuppern, die sie bislang noch viel zu selten in den Blick nehmen.“

Im Bundesfamilienministerium erkunden die Jungen in einer eigenen Gruppe im Boys‘ Day-Parcours die Bereiche Erziehung, Pflege, Soziales und Gesundheit. Sie können sich als Erzieher im Kita-Zelt ausprobieren, praktische Einblicke in die Baby- und Altenpflege oder die Arbeit in einer Apotheke gewinnen. Zeitgleich erleben die Mädchen einen Parcours mit Aufgaben aus Technik, Elektronik, IT, Chirurgie und Bionik.

Der Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag zeigt Wirkung: Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit hat es in den vergangenen Jahren eine deutliche Steigerung bei den weiblichen Fachkräften in technischen Berufen gegeben. Das Beschäftigungswachstum von Frauen fällt in fast allen naturwissenschaftlich-technischen Berufsgruppen inzwischen stärker aus, als das von Männern. So ist der Anteil beschäftigter Ingenieurinnen von 2007 bis 2011 um ein Viertel gestiegen. Auch in den nicht-akademischen technischen Berufen nehmen die weiblichen Fachkräfte zu. Jeder fünfte Handwerksbetrieb wird inzwischen von einer Frau geführt.

Der Boys‘ Day wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Der Girls‘ Day wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.boys-day.de <http://www.boys-day.de>
sowie www.girls-day.de <http://www.girls-day.de>.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 40/2012
Veröffentlicht am Mo 23.04.2012
Thema: Familie

Acht Leitsätze für familienbewusste Arbeitszeiten

Staatssekretär Josef Hecken und DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann eröffnen
Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“

Das Bundesfamilienministerium und die Wirtschaft haben gemeinsam Leitsätze für eine flexible und familienbewusste Arbeitszeitkultur in deutschen Unternehmen erarbeitet. Dafür werben auf dem Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“ im Haus der deutschen Wirtschaft in Berlin der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Josef Hecken gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Hans Heinrich Driftmann. Die Veranstaltung knüpft an die im vergangenen Jahr verabschiedete „Charta für familienbewusste Arbeitszeiten“ an, in der sich Politik und Wirtschaft auf ein gemeinsames Engagement für innovative und moderne Arbeitszeitmodelle verpflichtet haben.

„Wir brauchen in Deutschland ein neues Verständnis von flexibler Arbeitszeitgestaltung, damit Mütter und Väter Leistung im Beruf und Verantwortung in der Familie besser vereinbaren können“, fordert Staatssekretär Josef Hecken.

„Flexibilität heißt auch: flexibel auf die familiären Bedürfnisse der Beschäftigten einzugehen. Produktivität bedeutet heute mehr als Präsenz – wir wollen eine Kultur, die Ergebnisse in den Mittelpunkt stellt. Politik und Wirtschaft müssen gemeinsam Lösungen für eine familienbewusstere Arbeitszeitgestaltung finden. Daran arbeiten wir mit unseren Partnern.“

„Die innovativen Ideen und Praxisbeispiele dieser Veranstaltung zeigen, dass viele Unternehmen bereits im Sinne der Leitsätze unterwegs sind, die wir im Vorfeld der Sitzung gemeinsam erarbeitet haben“, erklärt DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann und hebt dazu den Zusammenhang zur Fachkräftesicherung hervor: „Auch aufgrund des Fachkräftemangels müssen wir alle Potenziale nutzen: In Deutschland gibt es viele gut qualifizierte Frauen, die wir noch besser ins Erwerbsleben integrieren müssen. Innovative Arbeitszeitmodelle sind hierfür ein Schlüsselinstrument.“

Die auf der Veranstaltung vorgestellten Leitsätze sollen Unternehmen als Anregung und Orientierung dienen. Themen sind unter anderem Führung in Teilzeit, mobiles Arbeiten oder individuelle Arbeitszeitlösungen. Anschließend diskutieren die rund 400 Teilnehmenden, inwiefern die Leitsätze in ihren Unternehmen umsetzbar sind und welche Stellschrauben zukünftig wichtig sind, damit sich eine familienbewusste Arbeitszeitkultur in der deutschen Wirtschaft durchsetzen kann.
Die gemeinsam erarbeiteten Leitsätze für eine flexible und familienbewusste Arbeitszeitkultur in Deutschland lauten:
    * Flexible Arbeitszeitmodelle sind ein Gleichgewicht zwischen betrieblichen
Anforderungen und privaten Bedürfnissen – wir suchen mit unseren
Beschäftigten gemeinsam passgenaue Lösungen zur Sicherung von
Wettbewerbsfähigkeit und Familienfreundlichkeit.
* Produktivität ist mehr als Präsenz – wir arbeiten an einer Kultur, die
Ergebnisse in den Mittelpunkt stellt.
* Führungsverantwortung und Familienverantwortung müssen miteinander
kompatibel sein – wir sind offen für neue Arbeits(zeit)modelle in
Führungspositionen und fördern sie.
* Viele Arbeiten können auch an anderen Orten erledigt werden – wir sind
dafür offen und unterstützen mobiles Arbeiten, wann immer es möglich ist.
* In jedem Erwerbsleben gibt es Phasen mit besonderen familiären
Herausforderungen – unser Ziel ist eine bestmögliche Rücksichtnahme und
Unterstützung.
* Von familienbewusster Arbeitszeitgestaltung profitieren nicht immer alle
gleich – denen, die ihre Kollegen bei der Vereinbarkeit unterstützen,
gebührt unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung.
* Verlässliche Kommunikationszeiten sind unverzichtbar – Präsenztermine und
Meetings halten wir deshalb in der Zeit gesicherter Betreuung ab.
* Nachhaltige Leistungsfähigkeit setzt Pausen voraus – wir respektieren
Wochenenden bzw. Zeiten, zu denen Beschäftigte nicht erreichbar sind.

Der Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“ ist das jährliche Mitgliedertreffen des gleichnamigen Unternehmensnetzwerks, das 2006 vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag als zentrale Plattform für familienfreundliche Unternehmen gegründet wurde. Mittlerweile sind über 4.000 Mitglieder im Netzwerk aktiv. Das serviceorientierte Netzwerkbüro berät und unterstützt gerade kleine und mittlere Betriebe bei der praktischen Umsetzung einer familienfreundlichen Personalpolitik.

Weitere Informationen finden Sie unter www.erfolgsfaktor-familie.de
<http://www.erfolgsfaktor-familie.de>.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 39/2012
Veröffentlicht am Mo 23.04.2012
Thema: Gleichstellung

Dr. Hermann Kues: „Wir brauchen faire Chancen für Männer und Frauen im Beruf“

Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in
Düsseldorf

400 kommunale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte aus der ganzen Bundesrepublik werden heute (Montag) auf der Bundeskonferenz im Congress Centrum Düsseldorf über das Thema „Frauen und Männer: Gleiche Chancen!?“ diskutieren. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues, wird die Konferenz eröffnen.

„Die zeitweise Übernahme von familiären Aufgaben darf nicht zwangsläufig zulasten der beruflichen Karriere gehen“, sagte Dr. Hermann Kues. „Der Schlüssel zu fairen Chancen im Beruf für Frauen und Männer liegt in einer neuen Unternehmenskultur, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kreativen Lösungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zur Seite steht. Hier setzen wir mit unserer Politik an: Wir fördern familienfreundliche und flexible Arbeitszeiten und regionale Bündnisse für Chancengleichheit, wir unterstützen Eltern mit Elterngeld und berufstätige Angehörige von pflegebedürftigen Menschen mit der Familienpflegezeit, wir setzen auf eine Flexi-Quote für mehr Frauen in Führungspositionen und helfen Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf.“

Am ersten Konferenztag wird auch die Vorsitzende der Sachverständigenkommission für den Ersten Gleichstellungsbericht, Prof. Dr. Ute Klammer, auf der Konferenz sein und einen vertieften Einblick in den Gleichstellungsbericht geben. Am zweiten Konferenztag werden sich die Teilnehmerinnen mit der Situation kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbeauftragter befassen. Hierzu wird eine Expertise vorgestellt, die vom Bundesfamilienministerium gefördert wurde.

Das Bundeskabinett hatte sich im Juni 2011 mit dem Ersten Gleichstellungsbericht „Neue Wege – gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“ befasst. Der Gleichstellungsbericht besteht aus dem Gutachten einer unabhängigen Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung.

Die Bundeskonferenz der kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros (BAG) organisiert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>. Das
Konferenzprogramm finden Sie unter www.frauenbeauftragte.de
<http://www.frauenbeauftragte.de>.
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Pressemitteilung Nr. 38/2012
Veröffentlicht am Mo 23.04.2012
Thema: Kinder und Jugend

Josef Hecken: „Kindertagespflege ist wichtig für die Vereinbarkeit von Familie
und Beruf“
Bundeskonferenz zur Kindertagespflege in Berlin

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat für heute (Montag) rund 360 Vertreterinnen und Vertreter aus Praxis und Wissenschaft zur Bundeskonferenz „Kindertagespflege: Familiennah und gut betreut“ eingeladen. Diskutiert werden aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der Kindertagespflege.

„Kindertagespflege ist eine besonders familiennahe Betreuungsform, die optimale Rahmenbedingungen für eine individuelle Förderung der Kinder bietet“, sagte der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Josef Hecken, anlässlich der Eröffnung der Konferenz in Berlin. „Tagesmütter und -väter können flexibel auf die Wünsche und Bedürfnisse von Eltern eingehen und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Deshalb ist die Kindertagespflege ein wesentlicher Bestandteil des qualitativen und quantitativen Ausbaus der Kindertagesbetreuung.“

Auf der Bundeskonferenz stellt das Bundesfamilienministerium Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Aktionsprogramm Kindertagespflege vor. Expertinnen und Experten präsentieren Ergebnisse der entwicklungspsychologischen Forschung, empirische Erkenntnisse und Beispiele aus der Praxis. Die Bundeskonferenz ist zugleich der Startschuss für das neue Programm zur Festanstellung von Tagespflegepersonen, mit dem Zuschüsse zu den Personalausgaben gewährt werden sollen. Ab dem 1. August 2012 bis längstens 31. Dezember 2014 werden acht Millionen Euro Fördermittel aus dem Europäischen Sozialfonds und Bundesmitteln über das Bundesfamilienministerium zur Verfügung gestellt.

Mit dem Aktionsprogramm Kindertagespflege unterstützt das Bundesfamilienministerium seit 2008 den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagespflege. An bundesweit 160 Standorten wurden Strukturen zur Gewinnung, Qualifizierung, Vermittlung, Fachberatung und Vernetzung von Tagespflegepersonen auf- und ausgebaut. Anlässlich der Bundeskonferenz werden die Ergebnisse der Evaluation vorgestellt. Daneben fördert das Aktionsprogramm die flächendeckende Grundqualifizierung im Umfang von 160 Stunden und die tätigkeitsbegleitende Weiterbildung von Tagespflegepersonen und bietet umfassende Information und Beratung zu Fragen rund um das Thema Kindertagespflege an.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de> und
www.fruehe-chancen.de <http://www.fruehe-chancen.de>.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 30/2012
Veröffentlicht am Do 22.03.2012

Thema: Gleichstellung

Kristina Schröder: „Frauen und Männer brauchen faire Einkommenschancen und
Chancengerechtigkeit im Beruf“

Am Freitag (23. März 2012) findet zum fünften Mal der Equal Pay Day (EPD) statt, unterstützt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der EPD thematisiert die noch immer vorhandenen Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Im Durchschnitt beträgt der Unterschied bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation aktuell acht Prozent.

„Von fairen Chancen für Frauen kann solange keine Rede sein, wie sich Arbeitnehmerinnen mit familiären Fürsorgeaufgaben fehlenden Ehrgeiz vorhalten lassen müssen, Teilzeitarbeit aufs Abstellgleis führt und Frauen der Wiedereinstieg und Wiederaufstieg unnötig erschwert werden. Und: Wir brauchen eine Debatte darüber, welche Rolle faire Chancen und faire Bezahlung für Frauen eigentlich in den Tarifverhandlungen spielen. Wer die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern kleiner machen will, muss bei den Ursachen für die Benachteiligung von Frauen in der Arbeitswelt ansetzen“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder.

Mit dem neuen Forum Equal Pay Day werden seit vergangenem Herbst die Entgeltlücke und deren Ursachen nicht nur am Aktionstag selbst sondern während des gesamten Jahres thematisiert. Diesmal steht der Prozess der Lohnfindung im Mittelpunkt der Aktionen. Dazu wurden in Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet die Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zusammengeführt.

Eine anlässlich des EPD vom Bundesfamilienministerium vorgelegte neue Studie „Frauen in Führungspositionen: Entgeltunterschiede bei Vorständen“ vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) belegt die große Entgeltlücke, die gerade in den Einkommensbereichen fortbesteht, in denen Frauen ihre Honorierung frei verhandeln.

Koordiniert durch das Frauennetzwerk Business and Professional Women Deutschland e.V. finden am Equal Pay Day 2012 bundesweit Veranstaltungen statt, die auf die Ursachen der Lohnlücke hinweisen. Besondere Aufmerksamkeit findet dabei die Langfristwirkung ungleicher Bezahlung auf die Altersrenten der Frauen. Studien des Bundesfamilienministeriums haben jüngst auf die Alterssicherungslücke von über 50 Prozent aufmerksam gemacht.

Weitere Information finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de> und
www.equalpayday.de <http://www.equalpayday.de>.

Pressemitteilung Nr. 28/2012
Veröffentlicht am Mi 07.03.2012
Thema: Familie

Kristina Schröder: „Wir helfen Eltern, den Bildungs- und Lebensweg ihrer Kinder zu unterstützen“

„Elternbegleitung Plus“: 100 neue Bildungsnetzwerke für Familien starten

100 Einrichtungen der Familienbildung werden als „Elternbegleitung Plus“ in den kommenden drei Jahren vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert, um Eltern mehr Unterstützung in Bildungsfragen zu geben. „Eltern wollen, dass ihre Kinder auf ihrem Bildungs- und Lebensweg erfolgreich sind. Oft fehlen ihnen aber praktische Hinweise, auf welche vorhandenen Mittel und Wege sie für eine gute frühe Förderung in ihrem direkten Umfeld zugreifen können“, sagte Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Die Modellstandorte ‚Elternbegleitung Plus‘ zeigen, wie sich vor Ort Netzwerke rund um das Thema der Bildungsbegleitung knüpfen lassen, damit Mütter und Väter Informationen und Anregungen aus einer Hand erhalten.“

Das Bundesfamilienministerium erweitert die klassische Familienbildung um den Aspekt der elterlichen Bildungsbegleitung. Wo es möglich ist, gehen Fachkräfte auf die Eltern zu und sprechen sie von sich aus an. Ob es um die frühe Förderung, um den Spracherwerb oder um Bildungsübergänge geht: Eltern sollen zukünftig Informationen zu den Angeboten vor Ort gebündelt vorfinden. Die Beratung zu Bildungsfragen wird zukünftig umfassender und zielgenauer auf die Bedürfnisse von Eltern und Kinder eingehen. Für Familien, für die eine frühe Förderung ihrer Kinder ungewohnt ist oder die sich im deutschen Bildungssystem fremd fühlen, will „Elternbegleitung Plus“ mehr aktive Ansprache anbieten.

Die 100 Modellstandorte „Elternbegleitung Plus“ sind Teil des Bundesprogramms „Elternchance ist Kinderchance – Elternbegleitung der Bildungsverläufe der Kinder“, das vom Bundesfamilienministerium bis Ende 2014 getragen wird. Jeder der 100 Modellstandorte „Elternbegleitung Plus“ wird mit 10.000 Euro jährlich von März 2012 bis Ende 2014 gefördert. Mit bundesweit 4.000 Elternbegleitern zielt das Programm darüber hinaus darauf ab, Eltern mehr Rat und Kompetenz zu Erziehungs- und Bildungsfragen zu bieten. Elternbegleiter sind qualifizierte Fachkräfte der Familienbildung, die Familien jenseits des Kita- und Schulalltags für Bildungsbelange sensibilisieren.

Mehr Informationen finden Sie unter www.elternchance.de und www.bmfsfj.de
<http://www.bmfsfj.de>.

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Pressemitteilung Nr. 25/2012
Veröffentlicht am Do 01.03.2012
Thema: Familie

Kristina Schröder: „Wir brauchen faire Chancen und gute Entwicklungsperspektiven
für Jugendliche mit Migrationshintergrund“

Fachleute berichten im Bundesfamilienministerium aus der Praxis

Zum Abschluss von insgesamt drei Werkstattgesprächen zum Thema „Jugendliche mit Migrationshintergrund – Leitbilder, Prävention, Förderung“ haben Fachleute aus der Praxis der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, heute (Donnerstag) zehn Handlungsempfehlungen überreicht. Die Empfehlungen sind das Ergebnis einer Reihe von Werkstattgesprächen, zu denen das Bundesfamilienministerium seit Anfang 2011 einlädt. Teilnehmer sind Fachleute aus der Praxis, darunter Quartiersmanager, Lehrer, Schulleiter, Mitarbeiter von Präventionsprojekten, Jugendmigrationsdiensten und der Polizei, Vertreter von Elternvereinen, Stiftungen und Migrantenorganisationen.

„Alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind, und sie wollen ihnen vor allem eine gute Bildung ermöglichen“, sagte Kristina Schröder. „Wir wissen, dass die Bildung ihrer Kinder gerade für Familien mit Migrationsgeschichte einen hohen Stellenwert hat, die Eltern aber häufig nicht wissen, wie sie ihre Kinder auf dem Bildungsweg begleiten und in der Schule unterstützen können. Darum ist mir die enge Zusammenarbeit sowohl mit den Kindern und Jugendlichen selbst wie mit den Eltern wichtig. Mit meinen Programmen setze ich mich dafür ein, faire Chancen und gute Entwicklungsperspektiven für alle Kinder und Jugendliche zu ermöglichen“, so Schröder.

Bei den Werkstattgesprächen berichten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Erfahrungen mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Sie stellen Handlungsansätze vor, die sich als nützlich erwiesen haben und weiter entwickelt werden sollen. Die zehn Handlungsempfehlungen werden durch Beispiele aus der praktischen Arbeit der Beteiligten illustriert. Sie konzentrieren sich insbesondere auf die Einbeziehung der Eltern und das Thema Vorbilder.

Die Empfehlungen zur Elternbeteiligung lassen sich gut in die Projekt- und Regelstrukturen des Bundesfamilienministeriums einbeziehen. So gibt es etwa die von Bundesfamilienministerin Schröder initiierte Weiterqualifizierung von Fachkräften der Familienbildung zur Elternbegleitung, um Eltern frühzeitig für die Bildungsförderung ihrer Kinder zu interessieren und sie kompetent zu beraten.

Oder es gibt die mehr als 420 Jugendmigrationsdienste, die jährlich etwa 65.000 junge Menschen mit Migrationshintergrund begleiten, davon rund 28.000 mit einem auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Integrationsförderplan. Dieses Angebot ist Teil der Initiative „JUGEND STÄRKEN“, mit der das Bundesfamilienministerium gemeinsam mit Schulen, Eltern, Jugendhilfeträgern und Betrieben für junge Menschen mit schlechteren Startchancen wichtige Hilfen zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration zur Verfügung stellt.

Den Rahmen für die integrationspolitischen Aktivitäten der Bundesregierung setzt der Nationale Aktionsplan Integration, den die Bundeskanzlerin im Januar 2012 vorgestellt hat. Darin sind auch verbindliche Zielsetzungen zur frühen Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund und zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements enthalten.

Weitere Informationen sowie die zehn Handlungsempfehlungen finden Sie unter
www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Dr.Kristina Schröder:

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Pressemitteilung Nr. 24/2012
Veröffentlicht am Do 01.03.2012
Thema: Gleichstellung

Neues Serviceportal zum Quereinstieg von Männern in Kindertagesstätten

Initiative des Bundesfamilienministeriums bietet Perspektiven im Erzieherberuf

Auf der Website der Koordinationsstelle Männer in Kitas startet heute (Donnerstag) ein Serviceportal zum Thema Quereinstieg. Auf www.koordination-maennerinkitas.de <http://www.koordination-maennerinkitas.de> finden interessierte Männer, die in den Erzieherberuf wechseln und in einer Kita arbeiten möchten, ab sofort für jedes Bundesland spezifische Informationen zum Quereinstieg. Die Koordinationsstelle gehört zum Programm „Mehr Männer in Kitas“ und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Mit der Initiative will das Ministerium vor allem in den Bundesländern dauerhafte Wege des Quereinstiegs schaffen. Mit einer schnellen und bundesweit einheitlichen Lösung ist dabei nicht zu rechnen, da die Erzieherausbildung in den Bundesländern unterschiedlich geregelt ist. Zudem lassen die Förderbestimmungen nicht in jedem Bundesland von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Umschulungen zu. Das Bundesfamilienministerium setzt daher darauf, dass möglichst viele Länder aufgreifen, was derzeit schon in fünf Bundesländern möglich ist: Dort können Quereinsteiger parallel zur Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher in Teilzeit in der Kita arbeiten. So kann das Berufsbildungssystem flexibler und erwachsenengerechter gemacht werden; zudem bietet sich den Ländern eine Möglichkeit, den Fachkräftebedarf zu decken.

Unterstützt wird die Initiative für Quereinsteiger auch von der Bundesagentur für Arbeit. Vermittlungs- und Beratungsfachkräfte werden vor Ort interessierte und geeignete Männer zum Thema Quereinstieg in den Erzieherberuf informieren und – sofern möglich – qualifizieren. Arbeitgeber werden bei der Besetzung offener Stellen unterstützt und beraten.

Ziel des Programms „Mehr Männer in Kitas“ ist die Steigerung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kindertagesstätten. Bislang machen Männer bundesweit rund 2,7 Prozent der Fachkräfte aus. Jetzt hat auch die Initiative zum Quereinstieg von berufserfahrenen Männern begonnen. Das Interesse ist groß: 2011 haben sich allein beim Bundesfamilienministerium mehr als 650 Männer nach Möglichkeiten eines Quereinstiegs erkundigt.

Weitere Informationen zum Thema Quereinstieg finden Sie unter
www.koordination-maennerinkitas.de <http://www.koordination-maennerinkitas.de>.

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 23/2012
Veröffentlicht am Mi 29.02.2012
Thema: Gleichstellung

Kristina Schröder: „Wir müssen Frauen vor Gewalt schützen und ihnen zur Seite
stehen“

Bundesfamilienministerin Schröder eröffnet Fachtagung „Gesundheit und Gewalt –
Neue Wege in der gesundheitlichen Versorgung von Frauen“

Gewalterfahrungen gehören für Frauen zu den zentralen Gesundheitsrisiken. Gewalt im Leben von Frauen endet oftmals mit schweren Verletzungen, aber auch mit nicht sichtbaren langfristigen Gesundheitsstörungen und psychischen Leiden bis hin zu späteren Behinderungen. Aus diesem Grunde findet heute (Mittwoch) in Berlin eine Fachtagung zum Thema „Gesundheit und Gewalt – Neue Wege in der gesundheitlichen Versorgung von Frauen“ statt, die von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und dem Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Frank Ulrich Montgomery, eröffnet wird.

„Häusliche Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Schichten und in allen Altersgruppen. Am Rande genauso wie in der Mitte der Gesellschaft. Darauf müssen wir reagieren“, sagte Kristina Schröder anlässlich der Tagung. „Eine besondere Rolle haben Ärztinnen und Ärzte. Für die Gewaltopfer sind sie oft die ersten Ansprechpartner. Praxen und Krankenhäuser müssen deshalb auf gewaltbetroffene Frauen als Patientinnen gut vorbereitet sein.“
Maßnahmen im Gesundheitsbereich gehören zu den Schwerpunkten des „Aktionsplans II der Bundesregierung zur Bekämpfung der Gewalt an Frauen“. Ein wichtiges Vorhaben des Aktionsplans ist das vom Bundesfamilienministerium geförderte Modellprojekt „Medizinische Intervention gegen Gewalt an Frauen“, kurz MIGG. Projektträger waren das Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Düsseldorf an den Standorten Düsseldorf, Kiel und München, Signal e.V. (Berlin) und das GESINE-Netzwerk (Ennepe-Ruhr-Kreis).

Ziel des dreijährigen und an fünf Standorten durchgeführten Projekts war vor allem die Einführung und Erprobung eines Interventionsprogrammes zur Schulung und Sensibilisierung von Ärztinnen und Ärzten in niedergelassenen Praxen. Darüber hinaus wurde die wichtige Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen ambulanter ärztlicher Versorgung und den regional bestehenden Frauennotrufen und Interventionsstellen erprobt.

Medizinerinnen und Mediziner können viel tun, um gewaltbetroffenen Frauen zu helfen. Sie können dazu beitragen, langfristige Gesundheitsfolgen ihrer Patientinnen zu vermeiden oder zu lindern. Das Projekt MIGG zeigt neue Wege der gesundheitlichen Versorgung bei Diagnose, Behandlung, gerichtsfester Dokumentation von Gewaltfolgen sowie bei der Vermittlung von Unterstützungsangeboten auf. Zukünftig wird das neue Hilfetelefon, das bis zum Ende des Jahres freigeschaltet wird, gewaltbetroffenen Frauen und Fachkräften mit Rat und Unterstützung zur Seite stehen und den Weg in eine passende Anlaufstelle erleichtern. Die Projektergebnisse von MIGG wurden in Form eines praxisorientierten Implementierungsleitfadens zusammengestellt.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:
www.gesine-intervention.de <http://www.gesine-intervention.de>
www.signal-intervention.de <http://www.signal-intervention.de>
www.uniklinik-duesseldorf.de/index.php?id=17243
<http://www.uniklinik-duesseldorf.de/index.php?id=17243>

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 22/2012
Veröffentlicht am Di 28.02.2012
Thema: Kinder und Jugend

Kristina Schröder: „Kinder bekommen ein eigenes Instrument zur Durchsetzung ihrer
Rechte“

Bundesfamilienministerin unterzeichnet neues Fakultativprotokoll zur
VN-Kinderrechtskonvention in Genf

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, hat heute (Dienstag) für Deutschland bei den Vereinten Nationen in Genf das neue Fakultativprotokoll zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes unterzeichnet.
Das Fakultativprotokoll regelt ein Individualbeschwerdeverfahren, mit dem Kinder und Jugendliche Verletzungen ihrer Rechte aus der VN-Kinderrechtskonvention und den beiden ersten Fakultativprotokollen beim VN-Ausschuss für die Rechte des Kindes rügen können. Neben Deutschland haben heute noch 17 andere Staaten das Fakultativprotokoll unterzeichnet.

„Dies ist ein bedeutender Tag für alle Kinder und Jugendlichen weltweit: Sie bekommen ein eigenes Instrument zur Durchsetzung ihrer Rechte“, sagte Kristina Schröder. „Es ist deshalb wichtig, dass Deutschland unter den Erstunterzeichnerstaaten ist. Damit unterstreichen wir die große Bedeutung der VN-Kinderrechtskonvention und ihre vollumfängliche Gültigkeit“, so Schröder.

Die Bundesfamilienministerin reiste selbst zu der Unterzeichnerkonferenz nach Genf, um das Protokoll gemeinsam mit dem Deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Dr. Hanns Heinrich Schumacher, zu unterzeichnen. „Es ist für mich von großer Bedeutung und ein Signal auch an andere Staaten, dass Deutschland bei der Unterzeichnung dieses Protokolls eine Vorreiterrolle einnimmt“, sagte Schröder. „Ich möchte damit ein Signal für die Rechte der Kinder und Jugendlichen in Deutschland setzen, deren Stärkung mit ein politisches und persönliches Anliegen ist.“

Deutschland hatte sich bereits im Rahmen der vorhergehenden Verhandlungen aktiv für die Errichtung eines Beschwerdeverfahrens für Kinder eingesetzt. Sowohl bei der Entscheidung des VN-Menschenrechtsrates als auch bei der Annahme des Fakultativprotokolls durch die Generalversammlung am 19. Dezember 2011 war Deutschland als einer der Hauptunterstützer aufgetreten.

Ist die Beschwerde eines Kindes erfolgreich, spricht der Ausschuss für die Rechte des Kindes gegenüber dem betroffenen Staat Empfehlungen zur Behebung der Rechtsverletzung aus. Bei besonders schwerwiegenden Verletzungen von Kinderrechten kann der Ausschuss unabhängig von einem individuellen Fall ein Untersuchungsverfahren gegen den betroffenen Staat durchführen. Legt ein Kind eine Beschwerde ein, darf das keinerlei negative Konsequenzen nach sich ziehen.
Das Individualbeschwerdeverfahren tritt in Deutschland in Kraft, wenn das Fakultativprotokoll in Deutschland selbst und insgesamt in mindestens zehn Staaten ratifiziert ist. Im Anschluss an die heutige Unterzeichnung wird die Bundesregierung das Verfahren zur Ratifikation einleiten.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>.

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Pressemitteilung Nr. 21/2012
Veröffentlicht am Mo 27.02.2012
Thema: Familie

Ministerin Schröder: „Das Elterngeld ist ein Erfolgsmodell“

5 Jahre Elterngeld – Neue Studie belegt Erfolg des Elterngeldes

Junge Eltern schätzen das Elterngeld – und das zu Recht. Fünf Jahre nach Einführung des Elterngelds zum Jahresanfang 2007 wird der gefühlte Erfolg nun durch eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wissenschaftlich bestätigt: Das Elterngeld hat dazu geführt, dass die Erwerbsbeteiligung von Müttern im zweiten Lebensjahr des Kindes gestiegen ist. Es hat die Väterbeteiligung an der Kinderbetreuung gestärkt und verbessert insgesamt die Alterssicherung von Müttern. Damit entfaltet das Gesetz die ihm zugedachte Wirkung.

„Ich freue mich, dass sich Eltern in Deutschland heute die Zeit nehmen können, um nach der Geburt ihres Kindes als Familie noch enger zusammenzuwachsen. Fünf Jahre nach der Einführung können wir sagen: Das Elterngeld ist ein Erfolgsmodell“, so Kristina Schröder, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

97 Prozent der Familien nutzen das Elterngeld. Gut ein Viertel der Väter beziehen heute Elterngeld (25,7 Prozent im 3. Quartal 2010). In einigen Bundesländern wie Bayern, Sachsen, Berlin und Thüringen hat die Väterbeteiligung die 30-Prozent-Marke bereits deutlich überschritten. Dies belegen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Damit setzt sich der Trend hin zu einer stärkeren Beteiligung von Vätern an der Kinderbetreuung weiter fort. 2008 lag die Väterbeteiligung noch bei 21 Prozent; das 2007 durch das Elterngeld abgelöste Erziehungsgeld bezogen nur 3,5 Prozent der Väter.
Die neue Untersuchung des DIW Berlin zeigt, dass das Elterngeld Chancen für Mütter aller Einkommensgruppen schafft, sich gemeinsam mit dem Partner Zeit für die Kinderbetreuung zu nehmen ohne den Anschluss im Beruf zu verlieren. Ein solcher Schonraum existierte vor 2007 faktisch nur für Mütter und Kinder mit geringeren Einkommen. Durch die Einführung des Elterngeldes profitieren nun auch Kinder von Müttern mit höherem Einkommen von der engen Betreuung durch Mutter oder Vater.
Zunehmend nutzen auch Väter das Elterngeld und erleichtern ihren Partnerinnen eine frühere Rückkehr in die Erwerbstätigkeit. Mütter, deren Partner in Elternzeit ist, haben eine mehr als doppelt so hohe Erwerbsquote (36 Prozent) wie Mütter, deren Partner (gerade) nicht in Elternzeit ist (17 Prozent). Insgesamt ist aufgrund des Elterngeldes der Anteil der Frauen, die im zweiten Lebensjahr ihres Kindes eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, um rund 4 Prozent (3,6 Prozent) gestiegen. Das Elterngeld erreicht damit sein Ziel, dass sich mehr Mütter eine dauerhafte eigene wirtschaftliche Existenz sichern können. Eine kürzere Erwerbsunterbrechung führt im Lebensverlauf zu längeren Erwerbsbiographien und damit zu höheren Einkommen, zu besseren Karrierechancen und insgesamt einer besseren Alterssicherung.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bmfsfj.de <http://www.bmfsfj.de>.

Anlagen:
[PDF] Elterngeldmonitor
<http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Pressestelle/Pdf-Anlagen/21-elterngeld,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf>
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Pressemitteilung Nr. 20/2012

Veröffentlicht am Mo 20.02.2012

Thema: Gleichstellung

BMFSFJ  fördert FrauenMediaTurm von Alice Schwarzer in Köln

Schröder: „Bedeutende Zeugnisse dieser bedeutenden Bewegung als Gesellschaft

erhalten“

Wir freuen uns, bekannt geben zu können, dass die Existenz des FrauenMediaTurm (FMT) nicht länger bedroht ist. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, wird aus ihrem Etat für die Dauer von insgesamt vier Jahren jeweils 150.000 Euro an Fördermitteln bereitstellen, damit der FrauenMediaTurm trotz der vom Land NRW gekürzten Mittel weiter solide arbeiten kann.

„Ich mache das aus Freude und Überzeugung, denn bei der Förderung von Projekten geht es nicht um die Übereinstimmung in jeder Tonlage oder Argumentationsweise, sondern um den Grundkonsens, dass wir bedeutende Zeugnisse dieser bedeutenden Bewegung als Gesellschaft erhalten, unterstützen und befördern“, begründete Schröder Ihre Zusage.

Damit hat das über 28 Jahre überwiegend aus privaten Kräften und mit acht Millionen Euro aufgebaute Universalarchiv zur aktuellen wie historischen Frauengeschichte wieder eine Perspektive, was Voraussetzung ist für die aktive Existenz eines Archivs. Die einmalige Sammlung des FMT von Texten, Dokumenten und Bildern ist schon heute voll computergestützt erschlossen, die FMT-Literatur-Datenbank steht online und ist integriert in das Hochschulbibliothekszentrum NRW. Doch mit angemessenem Personal kann der FMT seine Bestände wieder offensiver in die gesellschaftlichen Debatten einbringen.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hatte dem FrauenMediaTurm in 2011 die von Ministerpräsident Rüttgers bis 2017 zugesagte Förderung überraschend von 210.000 Euro auf 70.000 Euro gekürzt (gerade mal die Betriebskosten). Der zur Funktion des Archivs notwendige Kernbetrieb mit mindestens drei Mitarbeiterinnen wäre nicht mehr aufrecht zu erhalten gewesen. Am 31. Januar 2012 machte der Vorstand der gemeinnützigen Stiftung FMT den Skandal auf einer Pressekonferenz öffentlich. Seither wurde vielfach darüber berichtet.

In anderen Ländern nimmt die Förderung der Sichtbarmachung der Frauengeschichte schon längst einen ganz anderen Raum ein. So fördern zum Beispiel die Niederlande ihr „Institut für Frauengeschichte, Aletta“ mit 2,3 Millionen Euro im Jahr und hat das US-Repräsentantenhaus jüngst 400 Millionen Dollar für den von Feministinnen geplanten Bau eines National Women’s History Museum in Washington bewilligt.

Das Dokumentieren des Ringens um Emanzipation ist nicht nur für die Kontinuität einer wirklichen Gleichberechtigung der Geschlechter von großer Bedeutung. Ein gesichertes Archiv zur Geschichte der Emanzipation wäre auch für die folgenden Generationen ein lehrreicher Augenöffner.

Pressemitteilung Nr. 19/2012

Veröffentlicht am Mo 20.02.2012

Thema: Familie

Kristina Schröder: „Elternbegleiter unterstützen die Bildungsförderung von Kindern“

Bundesfamilienministerium fördert Weiterqualifizierung zur Elternbegleitung / Die ersten 500 Elternbegleiter wirken vor Ort

Die von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder initiierte Weiterqualifizierung zur Elternbegleitung im Bundesprogramm „Elternchance ist Kinderchance“ stößt auf großes Interesse. Die ersten 500 Elternbegleiter erhalten Ende Februar ihr Zertifikat, das sie durch einen dreiwöchigen Kurs, in dem pädagogische und beraterische Kompetenzen vermittelt werden, erworben haben.

„Mit ‚Elternchance ist Kinderchance‘ wollen wir dazu beitragen, dass jedes Kind eine Chance auf frühe Förderung im familiären Alltag und damit auf einen erfolgreichen Bildungs- und Lebensweg erhält“, sagte Kristina Schröder heute (Montag) in Berlin. „Lange vor dem ersten Schultag kommt es darauf an, Eltern frühzeitig für die Bildungsförderung ihrer Kinder zu interessieren und sie kompetent zu beraten. Alle Eltern wollen das Beste für ihr Kind. Elternbegleiter stehen deshalb an vielen Orten der Familienbildung als kompetente Vertrauenspersonen an ihrer Seite“, so Schröder.

Ob in einem Familienzentrum, einer Familienbildungsstätte, einem Mehrgenerationenhaus oder einer Kita – Elternbegleitung findet an den Orten statt, an denen Eltern und Kinder miteinander Zeit verbringen. Durch eine aktivierende Elternarbeit wollen die Elternbegleiter die Bildungskompetenz von Familien stärken. Alle Themen rund um das Bildungswissen von Kindern, die Einschulung oder das Lernen in der Familie werden hier besprochen.

Elternbegleiter erhalten durch die Qualifizierung zusätzliches Wissen und praktische Handlungskompetenz, um in ihrer Arbeit besser auf Bildungsthemen eingehen zu können. Netzwerkarbeit, die Befähigung Gruppen zu leiten oder interkulturelle Kompetenzen werden in den Kursen ebenfalls vermittelt. Erste Rückmeldungen der neu qualifizierten Elternbegleiter zeigen, dass sich die erworbenen Kenntnisse rasch im Berufsalltag umsetzen lassen und sich der Zugang zu Müttern und Vätern verbessert.

Die Weiterqualifizierung zu „Elternbegleitern“ richtet sich an haupt- und nebenamtlich Aktive, die bereits in der Familienbildung tätig sind, idealerweise im Umfeld einer Schwerpunkt-Kita „Sprache & Integration“. Bis Ende 2014 werden von den bundesweit tätigen Trägern der Familienbildung 4.000 Elternbegleiter weiterqualifiziert.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.elternchance.de http://www.elternchance.de

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de  mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de

Internet: http://www.bmfsfj.de   http://www.bmfsfj.de

Do 03.06.2010

Gleichstellungspolitik: Faire Chancen für Frauen und Männer

Die Gleichstellungspolitik des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend steht unter dem Leitgedanken fairer Chancen für Frauen und Männer in allen Bereichen der Gesellschaft, vor allem im Erwerbsleben. Dabei geht es beispielsweise um Entgeltgleichheit, gleiche Karrierechancen und den Schutz vor Altersarmut. Um diese Ziele zu erreichen, setzt die Politik bei den Ursachen ungleicher Chancen an.

Dazu gehören die Strukturen der Arbeitswelt. Insbesondere Frauen bezahlen für familienbedingte Auszeiten im Beruf mit Gehaltseinbußen und eingeschränkten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Wenn der Zusammenhalt in der Gesellschaft gestärkt werden soll, darf nicht zugelassen werden, dass Frauen (und auch Männer), die Verantwortung für Kinder oder pflegebedürftige Angehörige übernehmen, die ökonomischen und persönlichen Risiken dieser Entscheidung alleine tragen.

Echte Gleichberechtigung setzt die Gewissheit voraus, ohne Angst vor Gewalt leben zu können. Das beginnt bei der häuslichen Gewalt und reicht bis zur Zwangsheirat und Zwangsprostitution. Hilfe für Frauen in Notlagen bietet die Schwangerschaftsberatung ebenso wie die Bundesstiftung Mutter und Kind.

Deshalb gehört zu einer modernen Gleichstellungspolitik nicht nur Frauenpolitik, sondern auch eine Jungen- und Männerpolitik, die neue, männliche Rollenbilder fördert. Partner moderner Gleichstellungspolitik sind Unternehmen, die sich im Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter mit familienfreundlichen Arbeitsbedingungen und fairen Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten für Frauen positionieren.

Diesen notwendigen Wandel in der Arbeitswelt fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – damit Frauen und Männer Erfolg im Beruf mit Verantwortung in der Familie verbinden können.

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=76920.html

Pressemitteilung Nr. 15/2012

Veröffentlicht am 08.02.2012

Thema: Familie, Gleichstellung, Kinder und Jugend, Ministerium

Das Bundesfamilienministerium weist Berichte über angebliche Elterngeld-Kürzung

als falsch zurück

Der Sprecher des BMFSFJ Dr. Christoph Steegmans erklärt zu einer Vorab-Meldung

der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ vom heutigen 8. Februar 2012:

„Die Meldung der Wochenzeitung ‚DIE ZEIT‘ über eine angeblich geplante Kürzung des Elterngeldes durch das BMFSFJ ist falsch. Es gibt im Bundesfamilienministerium keine Pläne, das Elterngeld zu kürzen. Das Bundesfamilienministerium hat immer deutlich gemacht, dass das Betreuungsgeld nicht aus dem bestehenden Etatvolumen finanziert werden kann. Alle weiteren Fragen, die das Bundesfinanzministerium betreffen, müssen vom Bundesfinanzministerium beantwortet werden.“

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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Pressemitteilung Nr. 10/2012
Veröffentlicht am 27.01.2012
Thema: Kinder und Jugend
Bundesministerin Schröder: „Für den Schutz unserer Kinder müssen wir uns alle einsetzen“
Kampagne „Jugendschutz aktiv“ spricht Eltern und Fachleute an / Neues Servicebüro informiert bundesweit Bundesfamilienministerin Kristina Schröder verstärkt den Jugendschutz in der Öffentlichkeit. Unter dem Motto „Jugendschutz aktiv“ werden vorbildliche Projekte aus Bund, Ländern und Kommunen sowie der Wirtschaft in einer bundesweiten Datenbank zusammengestellt und zur Nachahmung empfohlen.
„Jugendschutz geht alle an“, erklärt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Und er funktioniert nur, wenn alle – Eltern, Erzieher, Gewerbetreibende – die wichtigsten Regelungen des Jugendschutzes kennen und sich daran halten. Darum stärken wir mit unserer neuen Kampagne die Informationsmöglichkeiten und fördern Vernetzung und Austausch. Denn erst das enge Zusammenspiel von Staat und Wirtschaft, von Kontrollbehörden, Pädagogen und Eltern macht den Jugendschutz effektiv und erfolgreich – zum Wohl unserer Kinder.“
Das Internetportal http://www.jugendschutz-aktiv.de http://www.jugendschutz-aktiv.de stellt erstmalig hervorragende Projekte aus der Praxis vor und bietet die Möglichkeit für  Austausch und Vernetzung. Darüber hinaus werden Informationen für Eltern, Fachleute, Erziehenden und Gewerbetreibende bereitgestellt.
Akteure des Jugendschutzes können sich zudem an das neu eingerichtete Servicebüro wenden. Das Büro unterstützt lokale Veranstaltungen mit Informationsmaterialien und organisiert Tagungen für Fachkräfte zum Austausch und zur Vernetzung. In diesem Jahr sollen außerdem auf einer bundesweiten Informationstour rund 20 Stadtfeste und Verbrauchermessen besucht werden. Dort vermittelt ein Team von Experten Wissenswertes rund um den Jugendschutz und beantwortet Fragen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bmfsfj.de
http://www.bmfsfj.de  und  http://www.jugendschutz-aktiv.de  http://www.jugendschutz-aktiv.de .
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 3/2012
Veröffentlicht am 11.01.2012
Thema: Familie
Kristina Schröder: „Alle Kinder sollen faire Chancen auf Bildung und soziale
Integration haben“
Kinder-Aktionstag zum Thema Integration im Bundesfamilienministerium
Auf Initiative der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, veranstaltet das Bundesfamilienministerium heute (Mittwoch) erstmals einen Kinder-Aktionstag zum Thema Integration. Unter dem Motto „Hallo Deutschland – ich gehöre dazu“ entwickeln 25 Kinder mit Migrationshintergrund im Alter von 9 bis 13 Jahren einen Tag lang ihre Ideen und Erwartungen zum Thema Integration – und diskutieren darüber mit der Bundesfamilienministerin. Die Schülerinnen und Schüler kommen aus Berlin, Königs Wusterhausen, Köln und Itzehoe.
„Alle Kinder verdienen faire Chancen auf gute Bildung und eine gute Zukunft“, sagte Kristina Schröder aus Anlass des Aktionstages in Berlin. „Alle Kinder sollen die Möglichkeit haben, ihre Talente zu entwickeln und das Beste aus sich zu machen. Das ist für jedes Kind, aber auch für die Zukunft unserer Gesellschaft wichtig.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des heutigen Aktionstages haben sich in ihren Schulen und Jugendeinrichtungen bereits mit Fragen rund um die Themen Integration, Zugehörigkeit und Heimat beschäftigt. Die Bundesfamilienministerin fragte die Schülerinnen und Schüler beim Aktionstag nach ihren Erfahrungen aus Schule, Familie und Freizeit und sprach mit ihnen über ihre Gedanken und Vorstellungen zum Thema Integration.

Dazu stellte Kristina Schröder fest: „Die Gespräche haben mir klar gezeigt, dass diese Kinder Deutschland als ihre Heimat ansehen. Und noch mehr: Die Schülerinnen und Schüler haben deutlich gemacht, dass sie nicht nur dazu gehören, sondern dass sie unsere Zukunft auch aktiv mitgestalten. Das ist ein sehr positives Signal.“
In jeder vierten Familie in Deutschland lebt zumindest ein Familienmitglied, welches zugewandert ist oder eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzt. In über zwei Millionen Familien in Deutschland wachsen Kinder auf, die von klein auf verschiedene Sprachen und Kulturen kennen lernen.

Untersuchungen zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund die gleichen Zukunftschancen haben wie einheimische Kinder, wenn sie an qualitativ hochwertiger früher Förderung partizipieren und sozial integriert aufwachsen.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bmfsfj.de  http://www.bmfsfj.de
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Pressemitteilung Nr. 85/2011
Veröffentlicht am 24.10.2011
Thema: Kinder und Jugend
Parlamentarischer Staatssekretär Kues: „Jeder Jugendliche verdient die bestmögliche Förderung“ Bundeskonferenz zum Modellprogramm „JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region“ in Berlin  Vor einem Jahr startete in 35 Kommunen das Modellprogramm „Aktiv in der Region“ – ein wichtiger neuer Baustein der Initiative JUGEND STÄRKEN des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Heute (Montag) wird auf der Bundeskonferenz in Berlin eine erste Zwischenbilanz gezogen.
„Jeder Jugendliche verdient es, bestmöglich und individuell gefördert zu werden. In der weichenstellenden Übergangsphase von der Schule in den Beruf möchten wir benachteiligte Jugendliche mit passgenauer Hilfe stärken und unterstützen. Dazu müssen alle Akteure vor Ort an einem Strang ziehen“, betont Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, in seiner Auftaktrede. „Die 35 Kommunen haben in diesem Jahr kreative Konzepte entwickelt, wie das gelingen kann.“
Rund 230 Programmträger aus den Kommunen und Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutieren neue Ansätze, wie junge Menschen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf effektiver unterstützt werden können. Im Mittelpunkt steht dabei die Zusammenarbeit von Jugendhilfe, Bildungseinrichtungen, Arbeitsförderung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
„JUGEND STÄRKEN: Aktiv in der Region“ erprobt neue Herangehensweisen, wie regionale Akteure ihre Aktivitäten für benachteiligte junge Menschen unter dem Dach der Kommune besser koordinieren und aufeinander abstimmen können. Dabei wird auf die vorhandenen Strukturen an den 35 Modellstandorten aufgebaut. Das Modellprogramm wird als Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN von Oktober 2010 bis Ende 2013 vom Bundesfamilienministerium mit 17 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.aktiv-in-der-region.jugend-staerken.de
http://www.aktiv-in-der-region.jugend-staerken.de
und http://www.jugend-staerken.de
http://www.jugend-staerken.de
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Pressemitteilung Nr. 83/2011
Veröffentlicht am 14.10.2011
Thema: Kinder und Jugend

Bundesfamilienministerin Schröder: „Bücher sollten die Entwicklung von Kindern begleiten“
Bundesfamilienministerium fördert Deutschen Jugendliteraturpreis /
Preisverleihung auf der Frankfurter Buchmesse
„Wer liest, taucht ein in spannende Abenteuer und phantasievolle Geschichten. Wer liest, schaut über den Tellerrand des eigenen Lebens hinaus und erweitert seinen Horizont. Wer liest, sieht Altbekanntes und Alltägliches aus neuer Perspektive“, so die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, anlässlich der heutigen (Freitag) Preisverleihung zum diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreis auf der Frankfurter Buchmesse. „Unser aller Ziel muss es deshalb sein, möglichst vielen Jungen und Mädchen Lesespaß zu verschaffen und sie zum Lesen zu ermuntern. Genau das schafft der Deutsche Jugendliteraturpreis, durch den wir jedes Jahr tolle neue Kinder- und Jugendbücher kennenlernen.“
Kulturstaatsminister Bernd Neumann, der in diesem Jahr die Preise auf der Frankfurter Buchmesse verleiht, erklärt: „Die Bundesregierung will mit diesem Preis dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche qualitätsvolle – eben ausgezeichnete – Bücher lesen. Denn gerade die frühen Leseerlebnisse prägen die Persönlichkeit und Identität, vermitteln Werte und Orientierung. Wer liest, kann sich besser in andere Menschen und Lebensumstände hineinversetzen, ist kreativer und meist auch sozialer eingestellt. Das fördert nicht nur die Toleranz, sondern auch das Selbstbewusstsein.“
Für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 hat die Kritikerjury des Arbeitskreises für Jugendliteratur e.V. in diesem Jahr 587 Bücher des Vorjahres geprüft. Ein Preis wird jeweils in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch verliehen; er ist mit je 8.000 Euro dotiert. Zudem prämiert eine unabhängige Jugendjury ihren eigenen „Preis der Jugendjury“. Außerdem wird der Sonderpreis für das Gesamtwerk Übersetzung einer deutschen Autorin bzw. eines deutschen Autors vergeben, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Die Gesamtsumme der Preise beläuft sich auf 50.000 Euro.
Die Preisverleihung ist mit mehr als 1.000 Gästen aus dem In- und Ausland eine der größten Veranstaltungen der Frankfurter Buchmesse. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis seit 1956 Literatur für Kinder und Jugendliche. Er soll die Qualität der Kinder- und Jugendliteratur verbessern und einen Beitrag zur schulischen und außerschulischen Bildung leisten. Der Jugendliteraturpreis und die damit verbundene Nominierungsliste dienen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen als Orientierung bei der Suche nach geeignetem Lesestoff.
Hinweis für die Medien:
Die Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises findet am Freitag, 14. Oktober 2011 um 17.30 Uhr auf der Frankfurter Buchmesse, Saal Harmonie / Congress Center Messe Frankfurt statt. An der Preisverleihung nehmen unter anderem die Vorsitzende des Arbeitskreises für Jugendliteratur, Regina Pantos, und der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Jürgen Boos, teil.
Die Namen der Preisträger und Preisträgerinnen werden auf der Website des
Arbeitskreises der Jugendliteratur unter http://www.jugendliteratur.org
http://www.jugendliteratur.org
bzw.
http://www.djlp.jugendliteratur.org/preistraeger_bilderbuch-14.html
http://www.djlp.jugendliteratur.org/preistraeger_bilderbuch-14.html
am Freitagabend um 19.00 Uhr veröffentlicht.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bmfsfj.bund.de
http://www.bmfsfj.bund.de
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de http://www.bmfsfj.de
Servicetelefon: 01801 90 70 50
Wann können Sie anrufen?
montags bis donnerstags von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Pressemitteilung Nr. 71/2011
Veröffentlicht am 13.09.2011
Thema: Familie
Kristina Schröder: „Familie zuerst! Eltern können sich auf Unterstützung des Staates verlassen.“
„Monitor Familienleben 2011“ belegt unverändert hohe Bedeutung der
Familienpolitik für Menschen in Deutschland
Eltern wollen ihre Kinder möglichst gut in ihrer Entwicklung unterstützen, gut für ihre Kinder sorgen können, ausreichend für sie Zeit haben und ein gutes unterstützendes Umfeld vorfinden. Das geht aus dem „Monitor Familienleben 2011“ des Instituts für Demoskopie Allensbach hervor, den die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Kristina Schröder, heute (Mittwoch) gemeinsam mit Allensbach-Geschäftsführerin Professor Dr. Renate Köcher in Berlin vorgestellt hat. Familie ist für die Deutschen herausragend wichtig und Familienpolitik hat trotz dringlicher politischer Aufgaben wie die Staatsverschuldung eine dauerhaft hohe Bedeutung.
„Familien brauchen eine Familienpolitik, die verlässlich ist und Zuversicht vermittelt. Das gilt für die finanzielle Unterstützung ebenso wie für den Ausbau der Kinderbetreuung“, so Bundesministerin Kristina Schröder. „Und Menschen brauchen Zeit für Verantwortung. Für mich gilt ganz klar: Familie zuerst! – und deswegen wird mit mir am Elterngeld auch nicht gerüttelt.“
„Die große Mehrheit der Bevölkerung ist davon überzeugt, dass die meisten Eltern in der ersten Zeit nach einer Geburt auf das Elterngeld angewiesen sind. 83 Prozent der Eltern, die Elterngeld beziehen oder bezogen haben, sind dieser Meinung. 79 Prozent halten das Elterngeld für eine gute Regelung“, erläutert Prof. Dr. Renate Köcher. „Gleichwohl halten immer noch mehr als die Hälfte der Eltern (58 Prozent im Vergleich zu 2010 mit 71 Prozent) die finanzielle Hilfe für Familien für nicht ausreichend.“
Der „Monitor Familienleben 2011“ ergibt: Familien wollen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gestalten. Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dabei die wichtigste Aufgabe verlässlicher Familienpolitik. Aus Sicht der Menschen ist es vor allem die Arbeitswelt, die noch zu wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse von Familien nimmt. Und: Die Vereinbarkeitsprobleme sind bei den Vätern angekommen. 81 Prozent der Väter sehen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf als wichtigste Aufgabe von Familienpolitik.
Die wichtigsten Ergebnisse des Familienmonitors 2011 lauten:
* Trotz aktueller politischer Fragen wie Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und
Entwicklung des Wirtschaftswachstums bleibt Familienpolitik für die
Mehrheit der Menschen wichtig: Die Förderung junger Familien (53 Prozent)
und eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf (47 Prozent)
werden häufiger genannt als die Reform des Gesundheitswesens, die Senkung
von Steuern oder der Atomausstieg.
* Das Elterngeld ist im Leben junger Familien etabliert und unumstritten.
78 Prozent der Bevölkerung und 80 Prozent der Eltern halten das für eine
gute Regelung.
* Geld, Zeit und Infrastruktur gelten als zentrale Bedingungen für ein gutes
Aufwachsen von Kindern. Besonders wichtig sind den Menschen gesicherte
finanzielle Verhältnisse der Eltern (80 Prozent / Eltern 84 Prozent),
genügend Zeit der Eltern für die Familie (79 Prozent / Eltern 81 Prozent)
und genügend Betreuungsmöglichkeiten für Kinder aller Altersgruppen
(55 Prozent / Eltern 63 Prozent).
* Väter möchten sich stärker in der Familie engagieren, können es aus
Zeitmangel jedoch nicht. 59 Prozent der Väter geben an, dass sie unter der
Woche nur wenig Zeit für die Familie hätten (Mütter 19 Prozent). Nur wenige
Väter haben einen Beruf, der sich gut mit der Familie vereinbaren lässt (18
Prozent).
* 58 Prozent der Menschen und mehr als zwei Drittel der Eltern (67 Prozent)
bewerten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als schlecht. Für  81 Prozent der Väter ist daher     eine bessere Vereinbarkeit von Familie und  Beruf wichtigste Aufgabe von Familienpolitik.
Deshalb setzt Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder zusammen mit den Unternehmen auf die Initiative „Familienbewusste Arbeitszeiten“ Im Februar 2012 gibt es eine erste Bilanz der von ihr gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ins Leben gerufenen Initiative. Bereits im Oktober 2011 startet eine neue Runde des Unternehmenswettbewerbs „Erfolgsfaktor Familie“.
Im Auftrag des Bundesfamilienministeriums hat das Institut für Demoskopie Allensbach nun zum vierten Mal die Entwicklung des Familienlebens in Deutschland repräsentativ untersucht. Weitere Informationen zur Familienpolitik der Bundesregierung finden Sie unter http://www.bmfsfj.de    http://www.bmfsfj.de.
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de mailto:poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de http://www.bmfsfj.de

Pressemitteilung Nr. 69/2011
Veröffentlicht am 06.09.2011
Thema: Familie

Dr. Kues: „Das Elterngeld ist ein Erfolg, von dem immer mehr Väter profitieren“

Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen, dass die Anzahl der Väter, die Elterngeld beziehen, kontinuierlich steigt.
Die Anzahl der Väter in Deutschland, die Elternzeit nehmen und Elterngeld beziehen, steigt seit der Einführung des Elterngeldes 2007 ununterbrochen an. Das zeigen die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute (Dienstag) veröffentlicht. Danach haben 24,4 Prozent der Väter der im ersten Quartal 2010 geborenen Kinder Elterngeld bezogen; im ersten Quartal 2009 waren es noch 23 Prozent.

„Nicht nur die Mütter, auch immer mehr Väter profitieren vom Elterngeld und nehmen sich Zeit für ihre Familie“, erklärt der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Hermann Kues.
„Inzwischen bezieht fast jeder vierte Vater Elterngeld. Das zeigt erneut: Das Elterngeld ist eine tragende Säule moderner Familienpolitik. Denn gemeinsam mit dem Ausbau der Kinderbetreuung schafft das Elterngeld bessere Rahmenbedingungen, damit Eltern sich ihre Kinderwünsche erfüllen können.“

Fast jeder dritte Vater (31 Prozent) bezog unmittelbar nach der Geburt des Kindes Elterngeld, zwölf Prozent der Väter im zweiten oder dritten Lebensmonat des Babys. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes steigt auch die Inanspruchnahme des Elterngeldes insgesamt nach wie vor an. Für Kinder, die im ersten Quartal 2010 geboren sind, haben 2,5 Prozent mehr Väter und Mütter Elterngeld in Anspruch genommen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Parallel stieg die Zahl der geborenen Kinder um 1,3 Prozent.

Weitere Informationen zum Elterngeld unter
http://www.bmfsfj.de http://www.bmfsfj.de

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