Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

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Die Kinderschutzwoche hat angefangen

Und alle kamen sie auf ihre Kosten. Da war gleich am Anfang der Begrüßung eitel Sonnenschein produziert worden. Die Landrätin Kathrin Weiher hielt eine ergreifende Begrüßungsrede. Sie erwähnte unter anderem sogar etwas von Männern, denen auch Gewalt widerfahren werden könne. Ging aber natürlich nicht auf diesen Punkt gezielt ein. Man hatte eher den Eindruck, dass dieser Satz im Nachhinein eingefügt wurde, weil sie mit Besuchern des Goslarer Manifestes rechneten…

Sie zitierte aber auch –und da war ich überrascht- einen Song von Bettina Wegener „Sind so kleine Hände“. Natürlich Balsam für die Seele der Initiatoren/innen dieser Woche. Selten konnte man so viele dümmlich lächelnde Menschen sehen, die sich auf Kosten des Staates und auf dem Rücken der Kinder profilierten.

Denn sie bekamen alles perfekt hin. Kam aber jemand hin und fragte nach, wurde man sehr schnell als „Gefahrenquelle“ eingestuft und ermahnt, dass man hier doch keine Unruhestifter gebrauchen könne. Es wurde mir nicht klar, dass wenn es sich um Kinder handelte, dass sie nicht wirklich willkommen waren. Zum einen:

Wo waren all die Kinder? Ich habe nur mal eben einen Jungen dort gesehen… Zum anderen: Es gab nicht mal ein Betreunungsangebot für diese Veranstaltung…

In der Goslarschen Zeitung wurde munter Werbung für diese tolle Woche gemacht-eine ganze Woche über soll nun etwas Aufmerksamkeit den Kindern gewidmet sein. EINE WOCHE!?

Mehr haben die nicht für Kinder in Goslar übrig? Also ich für meinen Anteil bin immer der Meinung gewesen, dass meine Kinder nicht nur eine Woche, sondern 365 Tage im Jahr Aufmerksamkeit gebräuchten und auch bekamen. Aber das ist halt in Goslar anders.

So ganz nebenbei kamen auch die Brötchentüten zu ihrem Einsatz. Die Bäckerinnung kam gleich zum Backen der Brötchen ins Kreishaus. Symbolisch wurden dort für die Besucher, die überwiegend aus allen Bereichen des Öffentlichen Dienstes kamen, Brötchentüten mit Inhalt verteilt.

                                     So sieht die Brötchentüte aus

Hier auf besonderen Wunsch die ganze Tüte in ihrer Pracht als Foto

Und als PDF

Goslaer Brötchentüte komplett

Goslar hat ca 40.000 Einwohner- verteilt man nun die Brötchentüten, staune ich sehr. Ganze 100.000 Tüten wurden freigegeben. Selbst in Braunschweig, die immerhin mehr als 200.000 Einwohner hat, verteilte man „nur“ 50.000 Tüten.

Wieso brauchen die in Goslar so viele dieser Tüten? Haben die etwa Angst, dass nicht jeder sonst mindestens eine mit nach Hause nimmt? Strahlend werden auf diese wunderbare Art – auf dem Rücken der Kinder – sehr viele Steuergelder verschwendet, die man meiner Meinung nach viel gezielter und effektiver für andere Dinge ausgeben könnte.

Wie wär’s denn mal tatsächlich nur für Kinder?

Hier noch ein Link zur Hof-Zeitung von Goslar zum erwähnten Thema:

http://www.goslarsche.de/Home/harz/region-harz_arid,223251.html

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