Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen.(Heiner Geißler)

Beiträge mit Schlagwort ‘Samenspender’

„Mein Vater ist ein Samenspender“

„Mein Vater ist ein Samenspender“

Sarah P. (21) will den Namen ihres Erzeugers erfahren

Sarah P., 21, streitet vor Gericht um das Recht, den Namen ihres Erzeugers zu erfahren. Sie hat gute Chancen zu gewinnen. Das Urteil könnte Tausende Samenspender aus ihrer Anonymität reißen.

Der Satz, der im Leben von Sarah P. so vieles veränderte, fiel an einem Samstag vor drei Jahren.

Es war gegen Abend und die damals 18-Jährige lernte gerade für eine Mathe-Klausur, als ihre Mutter sie bat, ins Wohnzimmer zu kommen. „Dein Papa ist nicht dein Papa“, presste die Mutter hervor, halb weinend, halb lachend, nervös und mit der Situation überfordert. „Wie meinst du das?“, fragte die Schülerin.

„Du bist durch eine Samenspende entstanden. Der Mann, den du Vater nennst, ist unfruchtbar.“

Hier geht es zum Artikel:

http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/samenspende/mein-vater-ist-ein-samenspender-27973106.bild.html

US-Behörde sieht Vaterschaft

Samenspender soll zahlen

Mit seiner Samenspende wollte ein US-Amerikaner 2009 einem lesbischen Paar helfen ein Kind zu bekommen. Jetzt verlangt eine Behörde in Kansas, dass der Mann Unterhalt zahlen soll, denn die Samenspende wurde nicht von einem Arzt injiziert.

In den USA hat ein Samenspender Medienberichten zufolge rund drei Jahre nach der edlen Tat für ihn völlig überraschend eine behördliche Aufforderung zur Zahlung von 6000 Dollar Kindesunterhalt erhalten.

William Marotta hatte nach eigenen Angaben 2009 auf die Anzeige eines lesbischen Paares im Internet reagiert. Der Kinderwunsch der Frauen habe ihn „fasziniert“, sagte der 46-Jährige dem Sender CNN. Nach Beratungen mit seiner Frau und einem Treffen mit dem lesbischen Paar habe er sich einverstanden erklärt und seinen Samen sogar ohne Annahme der angebotenen 50 Dollar gespendet. Dabei seien für den Fall einer erfolgreichen Befruchtung alle elterlichen Verpflichtungen vertraglich ausgeschlossen worden.

Zum weiteren Lesen:

http://www.n-tv.de/panorama/Samenspender-soll-zahlen-article9893491.html

Und hier geht es endlich auch mal gerecht zu:

Kuckucksmutter zu 30.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt – Gericht setzt den Schmerz mit dem Verlust eines Kindes durch einen tödlichen Unfall gleich

Am 11.01.2013 sprach ein englisches Gericht ein sensationelles Urteil gegen die Kuckucksmutter Helen Rodwell, welche ihrem damaligen Mann zwei Kinder untergeschoben hatte. Das Gericht befand, dass das Unterschieben eines Kindes und die Aufdeckung dessen, vergleichbar mit dem Verlust eines Kindes durch einen Unfall ist. Dem entsprechend wurde sie für beide Fälle der Kindesunterschiebung zu je 12.500 britischen Pfund (je ca. 15.000 Euro) verurteilt. Hinzu hat sie die Kosten in Höhe von 25.000 britischen Pfund (ca. 30.000 Euro) dem Scheinvater zu erstatten und die eheliche Wohnung räumen, welche nun zum Verkauf steht.

Neugierig geworden-dann geht’s hier lang:

http://kuckucksvater.wordpress.com/2013/01/14/kuckucksmutter-zu-30-000-euro-schmerzengeld-verurteilt-gericht-setzt-den-schmerz-mit-dem-verlust-eines-kindes-durch-einen-todlichen-unfall-gleich/

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Samenspender soll Vater werden

8. Januar 2013 11:14

Prozess in Kansas

Samenspender soll Vater werden

Er hat einem lesbischen Paar sein Sperma gespendet – vier Jahre später soll er plötzlich für den Unterhalt seiner leiblichen Tochter aufkommen. Der US-Amerikaner William Marotta kämpft vor Gericht für seine Rechte als Samenspender.

Von Felicitas Kock

David Wozniak bekommt es im kanadischen Film „Starbuck“ mit der Angst zu tun, als er erfährt, dass durch seine Samenspenden mehr als 500 Kinder gezeugt wurden – und dass 142 von ihnen ein Kennenlernen mit ihrem biologischen Vater erzwingen wollen. Die Geschichte um den chaotischen Samenspender zog 2012 Millionen Zuschauer in die Kinos. Mit viel Humor näherte sich der Film der Frage an: Was passiert, wenn ein Mann, der Samen gespendet hat, mit seinen leiblichen Kindern konfrontiert wird?

Wie wenig humorvoll diese Frage im realen Leben beantwortet werden kann, zeigt nun der Fall des US-Amerikaners William Marotta. Der 46-Jährige sollte ursprünglich an diesem Dienstag vor Gericht um sein Recht als ehemaliger Samenspender kämpfen. Kurzfristig wurde der Prozessbeginn jetzt auf 9. April verschoben. Als Grund gab das Gericht Terminprobleme an. Marotta wird dabei keinen Heerscharen von Kindern gegenüberstehen. Es geht nur um ein dreijähriges Mädchen, um dessen lesbische Mütter, und um die Familienbehörde des US-Bundesstaates Kansas. Die Behörde will Marotta als Vater des Mädchens anerkennen lassen und dadurch zu Unterhaltszahlungen verpflichten.

Aber von vorne.

William Marotta spendet sein Sperma 2009 einem lesbischen Paar, nachdem er ein Gesuch der beiden Frauen auf der Online-Plattform Craigslist gelesen hat. Angela Bauer und Jennifer Schreiner sind zu dem Zeitpunkt acht Jahre zusammen und haben bereits mehrere Kinder adoptiert – die perfekten Eltern, wie es scheint.

Kein Name, keine finanzielle Unterstützung

Doch kurz nachdem Schreiner ein kleines Mädchen zur Welt bringt, trennt sich das Paar. Sie sorgen weiterhin gemeinsam für die Kinder – bis Bauer schwer erkrankt und ihren Job aufgeben muss. Weil die Krankheit schnell auch zur finanziellen Belastung wird, wenden sich die Frauen an den Staat.

Das Amt für Kinder und Familien (Department for Children and Families, DCF) will zunächst den Namen des Samenspenders wissen. Kein Name, keine finanzielle Unterstützung, heißt es. Derart unter Druck gesetzt gibt Schreiner die Information heraus. Unmittelbar danach meldet sich die Behörde bei Marotta und fordert ihn auf, Unterhalt für seine Tochter zu zahlen.

Der Knackpunkt: Marotta und das Paar haben vor der Samenspende ein Dokument unterzeichnet, das den Spender von allen elterlichen Rechten und Pflichten entbindet. Dass er nun Unterhalt zahlen soll, empfindet der 46-Jährige daher als besonders ungerechtfertigt. Auch die beiden Frauen beklagen die Forderungen als abwegig. „Wir werden ihn unterstützen, egal was er unternehmen will“, sagten sie der lokalen Zeitung The Topeka Capital-Journal.

Private Spende – schwierige Rechtslage

Doch der Staat weigert sich, das Dokument anzuerkennen. Laut einer Behördensprecherin ist es notwendig, dass Samenspende und -empfang durch einen zugelassenen Arzt durchgeführt werden. Nur dann sei der Spender offiziell von seinen Vaterpflichten befreit. Wenn die Befruchtung dagegen privat stattfinde, wie im Fall des lesbischen Paars, „bleibt die Frage, wer der Vater des Kindes ist“.

Die Anwälte Marottas betrachten das Gesetz als veraltet, in mehreren anderen US-Bundesstaaten gebe es bereits Regelungen, die einen Samenspender grundsätzlich von der Elternschaft befreien. Andere Juristen sagen, Marotta habe sich selbst in eine rechtlich schwierige Lage manövriert, indem er der privaten künstlichen Befruchtung zustimmte. Jetzt soll der Fall vor Gericht geprüft werden.

Marotta wehrt sich hartnäckig gegen das Vorgehen des Staates. Bereits vor Beginn des Prozesses hat er Tausende Dollar in rechtlichen Beistand investiert. Ein Spendenkonto wurde eingerichtet, das dem gelernten Mechaniker helfen soll, die Ausgaben für den Rechtsstreit zu bewältigen.

Für Marotta reicht die Angelegenheit weit über sein persönliches Schicksal hinaus. Die Themen, um die es geht, stehen im Kreuzfeuer öffentlicher Debatten: Homo-Ehe, Samenspende, Adoptionsrecht. „Wir leben in einem von den Republikanern dominierten Bundesstaat, ich denke es geht hier auch um Politik“, sagt Marotta dem Topeka Capital-Journal. Er warnt davor, dass die Zahl der Samenspender durch den Fall zurückgehen könnte. Sollte das Gericht dem Staat Kansas recht geben, könnte dieser Rückgang drastisch ausfallen.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-in-kansas-samenspender-soll-vater-werden-1.1566877

http://www.sueddeutsche.de/panorama/prozess-in-kansas-samenspender-soll-vater-werden-1.1566877-2

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